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| 01:03 Uhr

Abschiebung in die Republik Kongo unverantwortlich

Potsdam. Der Flüchtlingsrat Brandenburg sieht bei einer Abschiebung abgelehnter Asylbewerber in die Demokratische Republik Kongo das Leben dieser Menschen gefährdet. Bei der Ankunft in dem afrikanischen Staat drohten Menschen, die längere Zeit im Ausland waren, Inhaftierung und Folter.

Einen fairen Prozess könnten sie ebenfalls nicht erwarten, erklärten Vertreterinnen des Flüchtlingsrats gestern in Potsdam. Deshalb werde ein genereller Abschiebestopp gefordert.
Der seit acht Jahren in Brandenburg lebende und arbeitende Steve Wantambo Ntamba sollte Ende Juli zum dritten Mal als abgelehnter Asylbewerber in den Kongo abgeschoben werden. Schließlich wurde ihm aber nach Behördenangaben nochmals eine dreimonatige Duldung erteilt, nachdem der Flugkapitän einer KLM-Maschine sich geweigert hatte, den Mann als Passagier mitzunehmen (die RUNDSCHAU berichtete). Vertreter der kongolesischen Oppositionspartei UDPS warnten gestern vor zunehmender Gewalt in dem Land. (dpa/gb)