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| 10:01 Uhr

Rund 500 000 Brandenburger betroffen
Abschaltung von analogem Kabelfernsehen beginnt in Brandenburg

Das analoge TV-Signal im Kabelfernsehen wird langsam deutschlandweit abgeschaltet. Jetzt beginnt heißt es in Brandenburg: analoges Radio und Fernsehen adé..
Das analoge TV-Signal im Kabelfernsehen wird langsam deutschlandweit abgeschaltet. Jetzt beginnt heißt es in Brandenburg: analoges Radio und Fernsehen adé.. FOTO: dpa-tmn / Christin Klose
Ahrensfelde. Tschüß analoges Kabelfernsehen. In Brandenburg werden ab die ersten Orte "entanalogisiert". In Sachsen erfolgten erste Abschaltungen schon im August, im Dezember trifft es auch Hoyerswerda und Weißwasser.

Anbieter Telekom macht am 5. November in Brandenburg den Anfang. In Potsdam, Kleinmachnow und Stahnsdorf geht für TV und Radio über analoges Kabel das Licht aus. Am 6. November zieht Vodafone (früher: Kabel Deutschland) in Schöneiche und am 20. November in Ahrensfelde, Eiche, Eichwalde, Hoppegarten, Panketal, Zepernick, Zeuthen und in Teilen von Schönefeld den Stecker für analoges Radio und Fernsehen.

Ein Großteil der Verbraucher empfängt in Brandenburg Fernsehen schon digital. Das geht aus dem Digitalisierungsbericht der Medienanstalt Berlin-Brandenburg 2018 hervor. Es gibt 488.000 Kabelkunden – das entspricht einem Anteil von 40 Prozent. Der Rest schaut über Satellit, Digitalantenne (DVB-T2) oder via Internet (IPTV). Und unter den Kabelkunden liegt der Digitalisierungsgrad bereits bei fast 90 Prozent.

In Sachsen ist die Abschaltung des analogen Fernsehens bereits im August angelaufen. Im Dezember trifft es nun auch die Oberlausitz. In Krauschwitz schaltet Anbieter Pÿur analoges Fernsehen und Radio am 5. Dezember ab. In Boxberg und Weißwasser drückt Pÿur am 6. Dezember, in Hoyerswerda und Lauta am 11. Dezember auf Aus.

Eine komplette Übersicht aller bereits bekannten Abschalttermine sortiert nach Bundesländern und Ortsnamen gibt es auf der Internetseite https://digitaleskabel.de. Hier geht es direkt zur Übersicht.

Bereits im Juni 2017 haben erste Kabelnetzbetreiber damit begonnen, das analoge TV-Signal abzustellen. Die gesamte Abschaltung des analogen Kabelfernsehens soll bundesweit bis Frühjahr 2019 größtenteils abgeschlossen sein, schreibt die Verbraucherzentrale.

Betroffen von der Umstellung sind sukzessive alle Kabelfernsehhaushalte in Deutschland, die ihr Kabelsignal ausschließlich analog empfangen. Das ist derzeit noch knapp jeder zwanzigste Fernseh-Haushalt in Deutschland – vor allem Besitzer älterer TV-Geräte. Neuere Fernseher haben das Empfangsteil für digitales Kabelfernsehen (DVB-C) in der Regel bereits integriert.

Wer keinen neuen Fernseher hat, in dem das Empfangsgerät bereit integriert ist, muss sich entweder ein entsprechendes Gerät anschaffen – DVB-C-Kabelreceiver gibt es im Handel ab etwa 40 bis 50 Euro – oder aber gleich auf einen neuen Fernseher mit entsprechender Ausrüstung umsteigen.

Auch wenn Medienberater der Kabelnetzbetreiber zum Abschluss eines neuen und meist teureren Kabelvertrags raten: Ein neuer Vertrag mit dem Kabelanbieter ist durch die Analogabschaltung nicht notwendig, wie die Verbraucherzentrale informiert.

(red/lsc)