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| 13:53 Uhr

Gute Nachricht für Oster-Urlauber
A10-Vollsperrung: Seit Sonntagabend wieder freie Fahrt

 Vier Elemente wurden zu einer neuen Überführung auf die Betonkonstruktionen am nördlichen Berliner Ring gehoben. Schaulustige beobachteten das Vorhaben auf der alten Brücke.
Vier Elemente wurden zu einer neuen Überführung auf die Betonkonstruktionen am nördlichen Berliner Ring gehoben. Schaulustige beobachteten das Vorhaben auf der alten Brücke. FOTO: Karsten Schirmer
Pinnow. Die vier Betonkolosse für die neue Brücke über die A 10 konnten im anvisierten Zeitfenster eingehoben werden. Die Vollsperrung auf dem nördlichen Berliner Ring hatte am Freitagabend begonnen. Verkehrskoordinator Rainer Ewecker hofft, statt wie geplant Montagfrüh, die Strecke am Sonntagabend freigeben zu können. Von Marco Winkler

Die vorfristige Freigabe der gesperrten A 10 zwischen zwischen dem Kreuz Oranienburg und der Anschlussstelle Birkenwerder wäre schon am Sonntagabend, 14. April, möglich. „Wenn wir weiterhin so gut im Zeitplan bleiben", sagte Verkehrskoordinator Rainer Ewecker am Sonntagmittag. Spätestens am Montag, 5 Uhr, soll die Autobahn jedoch wieder freigegeben werden.

Die Vollsperrung der A10 zog zu Beginn der Osterferien lange Staus nach sich. Birkenwerder war am Wochenende teilweise eine einzige Blechlawine. Der Weg aus Oranienburg raus Richtung Hohen Neuendorf konnte bis zu eine Stunde Fahrt-, aber vor allem Wartezeit bedeutet.

Neue Brücke misst 177 Meter

Ungefähr 540 Tonnen Beton und Stahl mussten am Wochenende an der L20 zwischen Pinnow und Velten zusammengesetzt werden. Freitagnacht wurde das erste Segment eingesetzt, Sonnabend folgten die weiteren drei Elemente, jedes um die 40 Meter lang. „Die Brücke misst insgesamt 177 Meter", sagte Verkehrskoordinator Rainer Ewecker von der ARGE A10/A24 Havellandautobahn. Der Einhub der Tragwerke lockte zahlreiche Schaulustige auf die alte Brücke, die im kommenden Jahr abgerissen werden soll.

„Ende des Jahres soll die neue Brücke fertig sein", sagte Rainer Ewecker, allerdings nicht ohne einen als Absicherung gedachten Nachschub: „Wenn die Witterung stimmt."

Bisher laufe beim Brückenbau alles nach Plan. Laut Ewecker liege das an der guten Vorbereitung der beteiligten Firmen. Der Kranführer musste am Wochenende wie ein Dirigent die beiden Autokrane bedienen – einen mit 500, einen weiteren mit 750 Tonnen Hubkapazität. Der Einhub der Segmente dauerte jeweils um die zehn Minuten. „Das geht immer recht schnell“, sagte Ewecker. Langwierig seien die Nacharbeiten. Zwei bis drei Stunden lang werden die Stahlteile verschlossert und anschließend die Schnittstellen unter Vollschutz verschweißt. Wann in die Tragelemente die Straße aufgetragen wird, konnte Rainer Ewecker noch nicht genau sagen.

Ab Montag ist B96-Zufahrt dicht

Sicher ist: Die Sperrung am Wochenende war nicht die letzte, die Autofahrer in diesem Monat auf die Probe stellen wird. Montagmorgen sollen die B96-Anschlussstelle Oranienburg-Nord und die L 191 gesperrt werden. Nachdem die Böschungsarbeiten beendet werden konnten, muss nun auf einer Länge von 800 Metern eine neue Asphaltdeckschicht aufgetragen werden. Die Sperrung soll am Donnerstag, 16. April, gegen 16 Uhr aufgehoben werden.

Auch auf dem nördlichen Berliner Ring droht in diesem Monat eine weitere, wenn auch nächtliche Verkehrsbeeinträchtigung. An der Anschlussstelle Oberkrämer wird die Autobahnbrücke zwischen Eichstädt und Vehlefanz an der L17 gebaut. Verkehrskoordinator Ewecker hofft, dass die meisten Autofahrer davon nichts mitbekommen. Die A 10 wird in der Nacht von Donnerstag, 25. April, zu Freitag ab 22 Uhr viermal für jeweils 20 bis 25 Minuten gesperrt, um die Brückenteile einzuheben.