ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

A 100-Gegner verzögern Räumung von Protestbaumhaus über Stunden

Kletterer sitzen in der Neuköllnischen Allee in Berlin im Baumhaus.
Kletterer sitzen in der Neuköllnischen Allee in Berlin im Baumhaus. FOTO: dpa
Berlin. Mit heftiger Gegenwehr haben Gegner der Verlängerung der Berliner Stadtautobahn A 100 am Montag in Berlin-Neukölln die Räumung eines Protestbaumhauses über Stunden hinausgezögert. Mehrere Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood und des Aktionsbündnisses "A 100 stoppen!" weigerten sich, eine Pappel zu verlassen. dpa/uf

Seit gut einem Jahr halten sie diese besetzt, um gegen den Autobahnbau zu protestieren. Der Baum steht auf der geplanten Trasse. Höhenretter der Bundespolizei holten die Besetzer nacheinander herunter. Ein Mann hatte sich jedoch am Stamm angekettet. Rund 30 Umwelt-Aktivisten hatten nach Angaben der Polizei seit den Vormittagsstunden die Baumbesetzer unterstützt. Die Aktivisten selbst gaben die Zahl mit rund 100 an. "Der Weiterbau der A 100 ist nur mit Zwangsmitteln gegen die AnwohnerInnen durchsetzbar. Das zeigt das heutige Vorgehen von Polizei und Senatsverwaltung", erklärte Robin-Wood-Aktivist Alexander. "Unser Widerstand gegen die A 100 und gegen eine Verkehrspolitik, die nur die Interessen der Bau- und Autolobby bedient, wird ungebrochen weitergehen."