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| 19:12 Uhr

Potsdam
482 Millionen Euro für Straßenbau

Potsdam. Geplant sind 2018 insgesamt 153♦Projekte. Ein Großteil der Baumaßnahmen findet in der Lausitz statt. Von Benjamin Lassiwe

Damit steigern sich die Mittel für den Straßenbau noch einmal deutlich gegenüber den Vorjahren: 2017 standen insgesamt 450 Millionen Euro zur Verfügung, 2016 waren es 400 Millionen Euro. Insgesamt ausgegeben wurden im Jahr 2017 dank diverser Kostensteigerungen und höherer Zuschüsse von Bund und Land sogar 505 Millionen Euro.

Geplant sind im Jahr 2018 insgesamt 153♦Projekte, das sind vier weniger als im Vorjahr. Und manche Baumaßnahmen laufen schon seit vielen Jahren: Spitzenreiter sind dabei die Ortsdurchfahrt Dahme sowie eine Baustelle auf der Autobahn A 11. An beiden Baustellen wird seit dem Jahr 2009 gearbeitet.

Im Fall der Stadt Dahme habe man zunächst ein Entwässerungsbecken neu anlegen müssen und die im Untergrund verlegten Leitungen neu ordnen müssen, sagte der Leiter des Landesbetriebs Straßenwesen, Andreas Klein. Im Fall der Autobahn A 11 habe etwa die Auffindung eines Bodendenkmals den Bau verzögert.

Besondere Kraft will das Land in diesem Jahr in die Ortsdurchfahrten investieren: Hier sind 60 Prozent nach Angaben von Schneider in einem bedenklichen Zustand.

Ein Großteil der 153 geplanten Baumaßnahmen findet dabei in der Lausitz statt: So stehen im Jahr  2018 etwa die Ortsdurchfahrten von Hosena, Lieskau, Brandenis oder Sonnewalde auf der To-do-Liste des Ministeriums. Geplant sind auch die Ortsdurchfahrten in Staupitz und Oppelhain oder ein Radweg von Zützen nach Golzen.

Und der Senftenftenberger Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) berichtete von Maßnahmen, mit denen seine Stadt den Bürgern Neubaumaßnahmen etwa in Sedlitz oder Hosena erklärt. So gebe es Informationsveranstaltungen mit dem Bauträger oder Baustellenführungen, um Verständnis für die Bauarbeiten zu wecken.

Rund 50 Millionen Euro muss das Land nach Angaben von Schneider für Schäden ausgeben, die in den 90er-Jahren durch minderwertigen Beton verursacht wurden. Auf fast allen Autobahnen im Land kommt es zu „Alkali-Kieselsäure-Reaktionen“, dem sogenannten Betonkrebs. Hier müssen großflächig Fahrspuren saniert werden. So sei die Autobahn A 2, also die Verbindung vom Berliner Ring in Richtung Hannover, komplett Verdachtsfläche für Betonkrebs. Auch auf der A9, der A13 und der A15 würden in den nächsten Jahren weitere Maßnahmen erforderlich.