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| 01:02 Uhr

47-Jähriger soll Deponie in Bernau angezündet haben

Bernau.. Der Großbrand in einer Recyclingfirma in Bernau (Barnim) soll von einem 47-jährigen Mann gelegt worden sein. Der Bernauer habe die Tat gestanden, berichtete die Polizei gestern.

Auf Grund seines psychischen Zustandes stand der Mann bereits vor dem Brand unter Obhut eines gerichtlich bestellten Betreuers. Das Feuer war am 10. September ausgebrochen (die RUNDSCHAU berichtete). Die Staatsanwaltschaft untersuchte daraufhin, ob eine Selbstentzündung oder Brandstiftung vorlag.
Als Motiv gab der Beschuldigte Wut und Verärgerung über die Schabenplage an. Die Deponie gilt als Ausgangspunkt für das Ungeziefer, das von dort in ein angrenzendes Wohngebiet gewandert war. Der Mann wohnt den Angaben zufolge aber nicht dort.
Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus Berlin und Brandenburg hatte die Flammen tagelang bekämpft, die 15 000 Tonnen Gewerbemischabfälle in der völlig überfüllten Anlage erfasst hatten. Die beißende Rauchwolke wurde sogar in Berlin registriert.
Der Beschuldigte stand nach eigenen Angaben zum Tatzeitpunkt unter starker Alkoholeinwirkung. Im Einvernehmen mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde der Mann nach Abschluss der Vernehmung in die Obhut seines bestellten Betreuers entlassen. (dpa/mb)