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400 000 Gäste bei der Grünen Woche

Pro Kopf haben die Besucher der Grünen Woche in diesem Jahr 121 Euro an den Ständen ausgeben, vier Euro mehr als im Vorjahr.
Pro Kopf haben die Besucher der Grünen Woche in diesem Jahr 121 Euro an den Ständen ausgeben, vier Euro mehr als im Vorjahr. FOTO: dpa
Berlin. Die Grüne Woche hatte in diesem Jahr einen leichten Besucherrückgang zu verzeichnen. Bis zum Abschluss am Sonntag kamen nach Angaben der Veranstalter knapp 400 000 Menschen zur weltgrößten Agrarmesse in die Berliner Messehallen, im vergangenen Jahr waren es mehr als 415 000. Gleichwohl zog Berlins Messechef Christian Göke positive Bilanz. Benjamin Lassiwe

Zehn Tage lang ging es in den Berliner Messehallen unter dem Funkturm um Häppchen und Schlückchen, um Blasmusik und Landwirtschaftspolitik. Am Sonntag wurde Bilanz gezogen. Während in der Brandenburg-Halle eine Kapelle noch einmal "Drei weiße Tauben" spielte, lud Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) zur Abschlusspressekonferenz. Wie nicht anders zu erwarten, zog der Politiker, der nach eigenen Angaben fast täglich auf der Grünen Woche unterwegs war, ein positives Fazit.

"Die Grüne Woche zählte rund 400 000 Besucher", sagte Vogelsänger. "Ich gehe davon aus, dass alle auch in der Brandenburg-Halle waren." Dass die Grüne Woche ein großer Erfolg war, gelte deswegen selbstverständlich auch für Brandenburg. Vier Fünftel der Aussteller hätten erklärt, im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder in der Brandenburg-Halle präsent sein zu wollen.

Das Konzept der Halle sei zwar aufwendig, punkte aber mit Vielfalt: "In der Brandenburg-Halle haben viele regionale Aussteller eine Möglichkeit, sich dem Berliner Publikum zu präsentieren." Er selbst habe sich bemüht, alle Aussteller aus dem Land, auch jene in anderen Hallen, zu besuchen, und habe auch viele Gespräche mit Ausstellern aus anderen Bundesländern geführt: "Man kriegt ja schon mit, dass die merken, dass da ein Minister in die Halle kommt - und dann wird man ja auch angesprochen."

Auch einzelne Aussteller äußerten sich am Sonntag positiv. Jan Lange von der Alten Ölmühle in Wittenberge, die eines der Hallenrestaurants betrieb, erklärte, man habe gemerkt, dass die Alte Ölmühle mittlerweile über die Grenzen von Brandenburg hinaus bekannt sei. "Wir haben viele gute Gespräche geführt."

Gunnar Hemme von der Uckermärker Molkerei Hemme-Milch bestätigte das. "Wir sind seit Jahren auch schon in Halle 3.2, wo die Kühe gemolken werden, mit einem Stand", sagte Hemme. "Aber wir haben gemerkt, dass uns die Menschen auch in der Brandenburg-Halle suchen." Sieben der 24 Mitarbeiter seines Unternehmens seien immer auf der Messe im Einsatz gewesen, berichtete Hemme. Er sagte, es bedeute einen Kraftakt für einen Mittelständler, auf der Grünen Woche präsent zu sein.

Spreewaldverein zufrieden

Ähnlich äußerte sich auch An dreas Traube vom Spreewaldverein: "Wir können uns beim Land Brandenburg nur bedanken." Die Brandenburg-Halle biete seit 20 Jahren einen wichtigen Marketingeffekt für die regionalen Anbieter. "Das, was wir jetzt haben, kann man nicht toppen."

Laut Messe Berlin GmbH zeigten sich auch die Besucher zufrieden. 97 Prozent äußerten sich laut einer Umfrage positiv. Besonders gut schnitten in der Bewertung des Publikums die Blumenhalle, die Tierhalle und der Erlebnisbauernhof ab.