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15 Jahre Haft für Mord an Schülerin gefordert

Der Angeklagte Maurice M. (r) verdeckt im Landgericht in Cottbus sein Gesicht mit einem Aktenordner. Dem 20-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, im November 2013 eine Schülerin aus Dahme-Spreewald (Brandenburg) mit zahlreichen Messerstichen so stark verletzt zu haben, dass sie an den Folgen starb.
Der Angeklagte Maurice M. (r) verdeckt im Landgericht in Cottbus sein Gesicht mit einem Aktenordner. Dem 20-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, im November 2013 eine Schülerin aus Dahme-Spreewald (Brandenburg) mit zahlreichen Messerstichen so stark verletzt zu haben, dass sie an den Folgen starb. FOTO: Oliver Mehlis (dpa-Zentralbild)
Cottbus. Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher: Eine 14-Jährige wurde Ende 2013 auf offener Straße bei Berlin mit Dutzenden Messerstichen getötet, weil sie dem Täter zuvor einen Korb gab. Der Cottbuser Mordprozess neigt sich jetzt dem Ende zu.

Nach dem Tod einer Schülerin durch 78 Messerstiche bei Berlin hat die Staatsanwaltschaft eine hohe Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Sie plädierte am Mittwoch vor dem Landgericht Cottbus auf 15 Jahre wegen Mordes. Der heute 21-Jährige gab im Prozess zu, seine 14 Jahre alte Bekannte in ihrem Wohnort Eichwalde (Dahme-Spreewald) im November 2013 auf offener Straße getötet zu haben. Laut Anklage war der junge Mann, der aus Lohmar in Nordrhein-Westfalen stammt, wütend darüber, dass die Jugendliche ihm einen Korb gegeben hatte und den Kontakt abbrechen wollte. Sie hatten sich über das Internet kennengelernt. Der Prozess begann im August.