Brandenburg hat seinen ersten Platz beim Ausbau der erneuerbaren Energien unter den 16 Bundesländern verteidigt. Zum dritten Mal in Folge nach 2008 und 2010 ging der "Leit stern" wegen der Erfolge beim Ausbau von Wind- und Solarenergie nach Brandenburg. Das teilte die Agentur für erneuerbare Energien (AEE) am Donnerstag in Berlin mit. Auf Platz 2 liegt Bayern, nach Platz 7 beim letzten Mal. Auf Platz drei folgt das Windland Schleswig-Holstein. Schlusslicht ist Berlin.

Br andenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sprach von einem "lupenreinen Hattrick". Dazu habe beigetragen, dass das Land den Ausbau der Erneuerbaren Energien planmäßig vorangetrieben habe. Ziele seien Umwelt- und Klimaverträglichkeit, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit sowie Akzeptanz .

Umweltministerin Anita Tack (Linke) unterstrich, es sei durchaus möglich, Kompromisslinien zwischen ambitioniertem Klima- und Naturschutz zu finden. Nach Ansicht des Geschäftsführers der Zukunftsagentur Brandenburg, Rolf Strittmatter, hilft die Ehrung im internationalen Standortwettbewerb.

Der Fraktionschef von Bündnis 90/Grüne, Axel Vogel, sagte, Brandenburg werde ausschließlich für seine Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien ausgezeichnet, keineswegs jedoch für eine insgesamt klimafreundliche Energieerzeugung. Davon könne in Brandenburg nicht ansatzweise die Rede sein. Durch die Braunkohlekraftwerke gebe es hier den bundesweit zweithöchsten energiebedingten Pro-Kopf-Ausstoß an CO {-2}.