"Die Nationalsozialisten haben mit Unterstützung der Wehrmacht bis Anfang 1945 auch in unserem Nachbarland Polen grauenvollste Verbrechen begangen", sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD). "Für junge Menschen ist es wichtig, diese Orte kennenzulernen, um Geschehenes zu verstehen, aus Geschichte zu lernen und um stark zu werden gegen Verharmlosung und rechtsextreme Tendenzen in der Gegenwart." Zu den Gedenkstätten gehören die ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz, Belzec, Treblinka und Sobibor, aber auch das Denkmal für den Aufstand im Warschauer Ghetto. Auch Orte des deutschen Widerstands zählen dazu - wie das frühere Gut Kreisau von Helmuth James von Moltke und die Wolfsschanze als Schauplatz des Attentats auf Hitler. Die Besuche sollen im Unterricht intensiv besprochen werden.

Auch Sachsens Kultusministerium werbe für Gedenkstättenbesuche, etwa mit einer Handreichung, so ein Sprecher. Finanzunterstützung gebe es für Klassenfahrten aber nicht, nur eine Kostenerstattung für Lehrer.