Von Benjamin Lassiwe

Die rbb-Fernsehjournalistin Carla Kniestedt (58) will für Bündnis 90/Die Grünen in den Brandenburger Landtag einziehen. Die als Moderatorin des „Heimatjournals“ und der Fernsehsendung „rbb um sechs“ bekannt gewordene Fernsehmoderatorin lebt im uckermärkischen Lychen, wo sie ein Restaurant und Café in einer historischen Mühle betreibt. Wie aus ihrer am Dienstag beim Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen eingegangenen Bewerbung hervorgeht, will sie bei der Landesdelegiertenkonferenz, die am Samstag in Fürstenwalde (Oder-Spree) stattfindet, auf Listenplatz sieben antreten. Politisch wolle sie sich etwa für bessere Lebensbedingungen und bessere Verkehrsverbindungen im ländlichen Raum einsetzen.

Sorgen um ihre Platzierung auf der Landesliste machen muss sich dagegen die Jänschwalder Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky. Die Grünen-Politikerin, die vor drei Jahren in die Lausitz zog und als stete Kämpferin für den Kohleausstieg und eine Mitwirkung der Bevölkerung am Strukturwandel bekannt ist, hat eigentlich vor, am Samstag für Listenplatz drei anzutreten.

Doch während Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke durch die Urwahl der Grünen auf den Spitzenplätzen eins und zwei nahezu gesetzt sind und der Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Axel Vogel auf Platz vier ohne Gegenkandidaten antritt, muss sich Schinowsky am Samstag gleich gegen zwei Mitbewerberinnen durchsetzen. Darunter befindet sich auch die Verliererin der Urwahl, Alexandra Pichl. Und auf dem nächsten für eine Frau bestimmten Listenplatz der quotierten Landesliste, Platz fünf, will die Landesvorsitzende der Grünen, Petra Budke, antreten. Weswegen es für die Jänschwalderin am Samstag um mehr geht  als für Kniestedt.