Traditionelle Fledermausquartiere an Fassaden, auf Dachböden, in Mauerspalten, Kellern und anderen unterirdischen Gebäuden seien durch Abriss und Sanierung alter Gebäude zerstört worden. In Brandenburg leben den Angaben zufolge derzeit 18 Fledermausarten. Sie zählen zu den am meisten bedrohten Säugetieren in der Mark. Hausbesitzer in Brandenburg sollen künftig besonders für den Schutz von Fledermäusen ausgezeichnet werden. Die erste Fledermaus-Plakette wird den Angaben zufolge am 3. März an die Potsdamer Sportschule "Friedrich Ludwig Jahn" vergeben. Das Wohnheim der Schule sei durch Baumaßnahmen an der Fassade zu einem "erstklassigen Fledermausquartier" geworden. Bis zur märkischen "Bat Night 2009" am letzten August-Wochenende können im Rahmen der Kampagne "Wir geben der Fledermaus ein Zuhause" weitere Vorschläge eingereicht werden. Sie werden von einer Jury unter Leitung der Naturschutzstation Zippelsförde des Landesumweltamtes geprüft.Mit einer neuen Broschüre will das Umweltministerium zudem Hilfestellung beim Schutz von Fledermäusen anbieten. Die 148-seitige Broschüre "Nachtschwärmer - Fledermausschutz in Brandenburg" mit Anleitungen für Schutzmaßnahmen und zum Bau von Fledermauskästen soll ebenfalls am 3. März vorgestellt werden. epd/ta