de ins Internet gestellten Landkarte sollen Handy nutzer bis zum Herbst alle Orte im Land erfassen, an denen kein Telefonieren oder kein mobiles Internet mehr möglich sind. "Das schnelle Internet ist ein Teil der Daseinsvorsorge", sagte der CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben am Dienstag in Potsdam. "Die Politik muss mit diesem Thema anders umgehen."

Die CDU hatte in den vergangenen Monaten immer wieder eine bessere Breitband- und Mobilfunkversorgung in Brandenburg gefordert. Entsprechende Anträge der größten Oppositionsfraktion waren jedoch im Potsdamer Landtag abgelehnt worden. Vielmehr hatte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) im Landtagsplenum im November deutlich gemacht, dass das Land etwa beim Breitbandausbau auf einem guten Wege sei. Im März hatte jedoch auch der Minister die aktuelle Situation in Brandenburg als "nicht zufriedenstellend" bezeichnet und die Mobilfunkbetreiber aufgefordert, Funklöcher zu schließen. "Gute Mobilfunkverbindungen sind für uns alle elementar - für eine funktionierende Wirtschaft ebenso wie für unser alltägliches Miteinander", sagte Gerber damals.

Der CDU-Wirtschaftsexperte Dierk Homeyer betonte am Dienstag, dass Unternehmen Standortentscheidungen von der Erreichbarkeit im Mobilfunknetz abhängig machten. "Wir hören immer wieder seitens der Landesregierung, dass es keinen Beleg für bestimmte Funklöcher gebe", sagte Homeyer. "Wir wollen mit der digitalen Karte den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, jedes einzelne Funkloch zu melden." Die Daten würden anschließend sowohl der Brandenburger Politik als auch den Telekommunikationsunternehmen zur Verfügung gestellt. Die Idee mit der Funklochkarte hat anderswo bereits gewirkt: In mehreren Gemeinden im niedersächsischen Emsland hätten sich mehrere Tausend Menschen an der Karte beteiligt. Das Ergebnis war nach Angaben von Programmierer Martin Knipper ein deutlich besserer Handyempfang.