Zur Registrierung und Verteilung der Tausenden Flüchtlinge stockt das Brandenburger Innenministerium das Personal der Erstaufnahme deutlich auf. Wie das Ministerium am Montag mitteilte, sollen kommende Woche sieben weitere Mitarbeiter mit befristeten Verträgen die Arbeit aufnehmen. Zudem sollen 36 Mitarbeitern aus anderen Ressorts der Landesregierung abgeordnet werden, die Vorbereitungen dazu laufen bereits. In den vergangenen Wochen hatte das Innenministerium die Zahl der Mitarbeiter in der Erstaufnahme um 13 auf 45 aufgestockt. Die Bundeswehr hilft dort mit 30 Soldaten.

Am Montagnachmittag lief im Bahnhof Schönefeld (Dahme-Spreewald) erneut ein Sonderzug aus Freilassing mit rund 430 Flüchtlingen ein. Davon wurden 210 Menschen in den Erstaufnahmestellen Eisenhüttenstadt (Oder-Spree), Frankfurt (Oder) und Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) untergebracht. Die übrigen wurden nach Berlin gebracht. Auf dem Bahnhof sind 20 Bundeswehr-Soldaten eingesetzt.

Von den derzeit 4200 Plätzen in den Brandenburger Erstaufnahmestellen waren am Morgen rund 4000 belegt, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt. Unter anderem sei die jüngst in Potsdam eingerichtete Außenstelle wegen notwendiger Arbeiten nur eingeschränkt in Betrieb. „Wir können aber weiterhin alle Menschen, die zu uns kommen, aufnehmen“, so Brandt. Auch in den kommenden Tagen werde jeweils ein Sonderzug mit Flüchtlingen aus Bayern erwartet.