Allerdings müssen Berufspendler und Reisende längere Taktzeiten auf einigen Linien in Kauf nehmen.

"Es wird zu Angebotsanpassungen kommen müssen", sagte Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Montag in Potsdam auf der ersten von insgesamt fünf Regionalkonferenzen in der Mark. Besonders betroffen sind den Plänen zufolge die Strecken Brandenburg/Havel-Rathenow, Beeskow-Frankfurt (Oder) (jeweils 2-Stundentakt am Wochenende) sowie Frankfurt (Oder)-Eisenhüttenstadt. Hier werden in den Randzeiten Züge wegfallen.

Vogelsänger präsentierte auf der Konferenz "Havelland-Fläming" des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) den Vertretern von Verbänden sowie der Städte und Gemeinden das neue Konzept. Demnach werden 2013 knapp zwei Prozent weniger Bahnen in der Mark unterwegs sein. Die schlechteren Bedingungen für die Fahrgäste begründete der Minister mit steigenden Kosten für die Infrastruktur insgesamt und den hohen Energiepreisen.

Gefährdet sind alle Schienenverbindungen, die im Schnitt täglich von weniger als 500 Reisenden genutzt werden. Zuletzt standen sieben Strecken auf dem Prüfstand, darunter die Verbindungen Neustadt-Pritzwalk-Meyenburg und Frankfurt (Oder)-Königs-Wusterhausen. Eine Schonfrist von zwei Jahren bekommt die Strecke in die Prignitz. Das Land unterstützt die Linie noch einmal mit fünf Millionen Euro.