Heidrich war bislang im Potsdamer Verbraucherschutzministerium tätig und unter anderem als Prüfer für die Sachkundeprüfung nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes zuständig, die etwa Zoofachhändler und Tiertrainer besitzen müssen. Zu seinen Aufgaben zählen nach Angaben des Ministeriums die Beratung von Regierung, Bürgern und Organisationen in Tierschutzfragen, die Mitwirkung bei Genehmigungsverfahren zur Zulassung landwirtschaftlicher Einrichtungen sowie Organisation und Realisierung von einschlägigen Fachveranstaltungen. Zudem soll er am Landestierschutzplan mitarbeiten, der bis zum Ende des Jahres vorgelegt werden soll. "Die Berufung des Landestierschutzbeauftragten kann den Prozess der Umsetzung tierschutzrechtlicher und tierschutzfachlicher Vorgaben befördern, in dem er als sachkundiger Berater und Ansprechpartner für Bürger, Tierschutzorganisationen, Tierhalter und Behörden zur Verfügung steht", sagte Ludwig. "Der Landestierschutzbeauftragte wird keine Überwachungs- und Vollzugsaufgaben wahrnehmen."

In der vergangenen Woche hatten Vertreter der Volksinitiative kritisiert, dass es noch immer keine Verordnung über die fachlichen Kompetenzen des Tierschutzbeauftragten gebe. "Die Stelle baut sich aus sich selbst auf", sagte dagegen gestern der Sprecher des Verbraucherschutzministeriums, Uwe Krink, auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Sollte im Laufe der nächsten Monate ein entsprechender Bedarf sichtbar werden, könnten die Aufgaben des Tierschutzbeauftragten erweitert werden.