Das geht aus den am Mittwoch in Potsdam vorgestellten neuen Statistischen Jahrbüchern für beide Länder hervor.

Im ostdeutschen Vergleich ging die Einwohnerzahl in Brandenburg im vergangenen Jahr - neben Sachsen - mit minus 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr allerdings am geringsten zurück. Zuletzt lag sie bei 2 495 600. Die Lebenserwartung ist mit etwa 77 Jahren bei Männern und gut 82 Jahren bei Frauen sowohl in Berlin als in Brandenburg so gut wie identisch. Außerdem: Im vergangenen Jahr wurden in der Millionenmetropole mit 12 544 fast genauso viele Ehen geschlossen wie in der ländlich geprägten Mark (12 115).

Dem standen in Berlin 7930 und in Brandenburg 5344 Scheidungen gegenüber. Etwa 280 300 Erwerbstätige kamen 2011 von außerhalb zur Arbeit nach Berlin; 160 200 Berliner wiederum standen jenseits der Stadtgrenze in Lohn und Brot. Was Berlin und Brandenburg verbindet, ist der Zuwachs bei den Erwerbstätigen. In der Altersgruppe von 15 bis 65 Jahren stieg der Anteil zwischen 2000 und 2011 in Berlin von 60,6 auf 66,8 Prozent, in der Mark von 61,7 sogar auf 73,9 Prozent.

Dabei legten Frauen überproportional zu: Ihr Anteil betrug in der Bundeshauptstadt 64,6 (Männer: 68,9 Prozent) und in Brandenburg 72,5 Prozent (Männer: 75,2).

In beiden Ländern sind Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt als Männer. Gemeinsam ist ihnen auch ein wachsendes Durchschnittsalter, das in Brandenburg von 37,6 (1991) auf 46 (2011) und beim Nachbarn von 39,2 auf 42,9 Jahre stieg.

Hier hat Brandenburg Abwanderungsverluste bei jüngeren Menschen zu verkraften, profitiert aber immerhin wie Berlin von leicht steigenden Geburtenzahlen. Eine wachsende Zahl über 65-Jähriger sind erwerbstätig.

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin blieb im Vergleich zu 2010 mit gut 130 000 fast konstant, während sie in Brandenburg deutlich von 89 629 auf 80 574 zurückging. Am häufigsten krachte es in Berlin im Bezirk Mitte, in Brandenburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark.