Mensch und Wolf sollen miteinander auskommen: In Brandenburg sollen die Vorbeugung vor Schäden und der Ausgleich für betroffene Nutztierhalter eine größere Rolle spielen. Das sieht der neue Wolfsmanagementplan des Landes vor, der am Mittwoch in Potsdam bei einer Fachtagung mit großer Mehrheit gebilligt wurde. Er gilt bis 2017 und löst eine alte Regelung aus dem Jahr 1994 ab. Die Naturschutzverbände WWF, IFAW und NABU Brandenburg begrüßten den Beschluss, Kritik kam aus der CDU-Landtagsfraktion. Der neue Plan soll am 10. Januar öffentlich vorgestellt werden.

" Wir brauchen noch mehr Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit", sagte Umweltministerin Anita Tack (Linke). Ziel des Dialogs mit fünf Fachveranstaltungen sei gewesen, einen Managementplan zu erarbeiten, der in einem breiten Konsens der rund 80 betroffenen Behörden, Verbänden und Vereinen verabschiedet wird. "Dies war aufgrund teilweise kontroverser Auffassungen von Nutztierhaltern einerseits und Naturschützern andererseits kein leichtes Unterfangen", betonte Tack.

So hatten die Landnutzerverbände und Jäger Obergrenzen für den Bestand und die Ausweisung von Wolfsgebieten gefordert. Da dies die geltenden rechtlichen Bestimmungen verbieten, einigte man sich darauf, in einem separaten Kapitel weitergehende Forderungen einzelner Nutzerverbände darzustellen. In Brandenburg leben 75 bis 90 Wölfe .