Die Brandenburger Polizei hat am Donnerstagmorgen zwei Asylbewerberheime in Brandenburg/Havel und Letschin (Märkisch-Oderland) durchsucht und vier Bewohner festgenommen. Dabei sei es um die Sicherstellung von Beweismitteln und die Vollstreckung von Haftbefehlen gegangen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Polizeidirektion West und der Staatsanwaltschaft Potsdam.

In dem Übergangswohnheim in Brandenburg/Havel seien zwei 19-Jährige, in einer Unterkunft in Letschin ein 18- und ein 19-jähriger Bewohner festgenommen worden. Gegen wie viele weitere Beschuldigte ermittelt wird, wollte die Polizei erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Den Durchsuchungen gingen Ermittlungen der Staatsanwaltschaften Potsdam und Frankfurt (Oder) voraus. Seit Anfang 2018 hätten sich mehrere jugendliche Tschetschenen zu einer Gruppe zusammengeschlossen, wie die Polizei weiter mitteilte, um in Brandenburg/Havel Raubstraftaten, Körperverletzungs- und Diebstahlsdelikte zu begehen.

Ihr Ziel sei es, Bargeld sowie Mobiltelefone, Bekleidung und Fahrräder zu stehlen, um diese selbst zu nutzen oder weiterzuverkaufen. Darüber hinaus seien auch Gewaltdelikte und Diebstähle in anderen Orten in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt begangen worden. Insgesamt ermitteln die Brandenburger Behörden zu 84 Straftaten.