"Für Brandenburg ist Polen schon jetzt der wichtigste Partner in Europa, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll aber noch intensiver werden", sagte Platzeck gestern in Potsdam. Zudem erwarte er sich einen Schub für das freundschaftliche Verhältnis zwischen beiden Ländern. Die Mark wird sich vom 2. bis 4. Oktober mit mehreren Veranstaltungen in Warschau präsentieren.
Die "Eiszeit unter den Bruderpaaren", die geherrscht habe, als der polnische Präsident Lech Kaczynski noch zusammen mit seinem Zwillingsbruder Jaroslaw Kaczynski als Ministerpräsident an der Spitze des Landes stand, sei überwunden, betonte Platzeck. "Das Verhältnis ist viel konstruktiver geworden - es macht wieder viel Freude." Höhepunkt der Veranstaltung in Warschau ist den Angaben zufolge die Aufführung des Stummfilmklassikers "Nosferatu" am 2. Oktober, die live vom Babelsberger Filmorchester und vom Orchester der Polnischen Nationaloper begleitet wird.
Auf dem Programm stehen auch die Ausstellung "Erinnern, Forschen, Gedenken. Zehn Jahre Stiftung Brandenburgische Kulturstätten", eine Präsentation der Bereiche Wirtschaft und Tourismus sowie ein Straßenfußball-Turnier für jugendliche Teams aus Posen, Warschau und Brandenburg.
Die Landespräsentation steht unter dem Motto "Brandenburg - Offen für Nachbarn" und geht auf eine Einladung des deutschen Botschafters in Polen, Michael Gerdts, zurück. Brandenburgische Landes schauen zum Tag der Deutschen Einheit gab es bereits 2002 in Budapest und 2006 in London. (dpa/ta)