Die Brandenburger Grünen wollen bei der Landtagswahl 2019 die ländlichen Regionen stärken. Die CDU strebt einen neuen Politikstil an. Die Freien Wähler schließen die Reihe. und die FDP will zurück in den Landtag. Gleich vier Versammlungen finden an diesem Wochenende bei Brandenburger Parteien statt. Was sind die wichtigsten Ergebnisse?

SpitzenKandidaten: Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Ingo Senftleben hat ein Mitgliedervotum über den Spitzenkandidaten der CDU Brandenburgs für die Landtagswahl 2019 angekündigt. Auf einem Landesparteitag im Brandenburgischen Klaistow kündigte er am Freitagabend zudem an, im kommenden Jahr selbst Spitzenkandidat der Partei werden zu wollen.

Beim Landesparteitag der Grünen wird erst am Sonntag mit den Personalien befassen. Dann wollen sich die Kandidaten für das Spitzenduo im Landtagswahlkampf vorstellen. Um Platz 1 bewerben sich Fraktionschefin Ursula Nonnemacher und die frauenpolitische Sprecherin der Brandenburger Grünen, Alexandra Pichl. Für Platz 2 treten Landesparteichef Clemens Rostock und der Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke an. Das Spitzenduo soll bis Mitte Februar in einer Urwahl von den Mitgliedern gekürt werden.

Bei der FDP gibt es drei Kandidaten für den Spitzenplatz auf der Landesliste. In Potsdam haben sich am Samstag Hans-Peter Goetz, Martin Lebrenz und der Lausitzer Jeff Staudacher beworben. Der Spitzenkandidat soll am 16. Februar auf einem Landesparteitag bestimmt werden.

BVB/Freie Wähler haben in Bernau bei einer Versammlung die Spitzenplätze für die Landesliste zur Landtagswahl festgelegt. Zum Spitzenkandidaten wurde der bisherige Landtagsabgeordnete Péter Vida mit 98 Prozent der Stimmen gewählt. Auf Platz 2 folgt die Senftenberger Kreistagsabgeordnete Ilona Nicklisch. Auf Platz 3 wurde der Flughafenkritiker und Gemeindevertreter von Blankenfelde-Mahlow, Matthias Stefke nominiert.

Inhalte: Die Brandenburger Grünen-Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende Annalena Baerbock rief am Samstag zum Auftakt des Landesparteitags in Wildau (Landkreis Dahme-Spreewald) die Grundversorgung der Menschen auf dem Lande als ein zentrales Thema der Partei aus. „Wenn in Brandenburg Bahnstrecken aktiv stillgelegt und Bahnhöfe geschlossen werden, dann fühlen sich die Menschen dort nicht abgehängt – sie werden abgehängt“, sagte Baerbock. Kritik gab es auch an Bundes- und Landesregierung wegen der Kohle-Politik. „Das Schlimmste ist doch die Verunsicherung in der Region, dass kein Mensch weiß, - weder der Baggerfahrer, noch die Dame, die ihren Hof verliert - was in Zukunft noch von ihrer Heimat erhalten bleibt“, sagte Baerbock. Daher sei es katastrophal, dass die Kohlekommission wieder vertagt worden sei.

Die CDU will Landtagswahlkampf auf das Thema Bildung setzen, weil es um die Zukunft der Kinder gehe. „Unter meiner Führung werden wir Bildung zum Thema Nummer eins machen“, erklärte Ingo Senftleben. Beim zuletzt im Land strittig diskutierten Thema der Straßenausbau-Beiträge sprach sich eine Mehrheit nach hitziger Debatte für eine Abschaffung aus. Statt der Anwohner solle künftig das Land für die Kosten aufkommen, forderten die Delegierten. (mit dpa)