(iwe) Das Land Brandenburg hat gegenüber dem Bund einen Mehrbedarf von 47,48 Millionen Euro für die Dürrehilfen für die im vergangenen Jahr von Trockenheit und Ernteausfällen betroffenen Landwirte angemeldet. Das teilte Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Mittwoch im Landwirtschaftsausschuss des Potsdamer Landtags mit.

Die Mittel des Bund-Länder-Programms werden je zur Hälfte vom Bund und vom Land finanziert. Bereits im vergangenen Jahr hatte Bund und Land 46,26 Millionen Euro Dürrehilfen bereitgestellt, von denen der Bund 23,1 Millionen Euro und das Land 23,1 Millionen Euro bereitstellten. Es hatten sich jedoch mehr als 778 Landwirte mit einem Hilfebedarf von 93 Millionen Euro beim Land gemeldet. Deswegen bearbeitet das Land nun zunächst alle Anträge aller Landwirte. Anschließend soll jeder genehmigte Antrag etwa 50 Prozent der beantragten Schadenssumme erhalten. „Der Bauernverband wünscht sich, dass das im 1. Quartal erfolgen soll“, sagte Vogelsänger. „Ich kann mich den Wünschen nur anschließen.“

Sollte der Bund den Mehrbedarf dann finanzieren, könne eine weitere Auszahlung erfolgen. „Eine zweite Auszahlung hängt davon ab, ob der Bund das Geld zahlt, und dann muss die Cofinanzierung durch das Land erfolgen.“ Aus welchem Topf das Geld für die weitere Cofinanzierung des Landes stammen soll, konnte Vogelsänger trotz zweier Nachfragen des Abgeordneten Benjamin Raschke (Grüne) nicht sagen. „Der Prozess bleibt spannend“, sagte Vogelsänger. „Ich bin auch gespannt darauf, wie wir uns weiter mit dem Bund verständigen.“