"Wir haben Weichen neu gestellt, wir haben Weichen anders gestellt", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in einer seiner seltenen Reden vor dem Landesparlament. Es gebe mehr Investitionen in Kita-Erzieher, mehr Einstellungen von Lehrern. "Jeder einzelne Euro, der in die Bildung geht, ist auch ein Euro, der hilft, die wirtschaftlichen Herausforderungen Brandenburgs zu bewältigen." Und Finanzminister Christian Görke (Linke) hält in der Debatte gar ein Diagramm hoch, um der Opposition die Aufwüchse im Haushalt zu erklären.

Dagegen kritisierte die Opposition, die immerhin einige wenige Haushaltsanträge, etwa zur Förderung politischer Stiftungen, in den Verhandlungen durchsetzen konnte, auch in der letzten Debatte das neu gebildete Sondervermögen für den Großflughafen BER. "Strukturelle Akzente für die Zukunftsfähigkeit des Landes sucht man vergebens im Haushaltsplan von Rot-Rot", wetterte der CDU-Finanzpolitiker Steeven Bretz. Kreativ seien SPD und Linke dafür bei dem Versuch geworden, "die 400 Millionen Euro Sonderschulden für die Fertigstellung des Flughafens vor den Brandenburgern zu verstecken." Mit dem Sondervermögen sei "den gewählten Volksvertretern weitestgehend die demokratische Kontrolle der Flughafenfinanzierung entzogen" worden.

Und der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Axel Vogel, forderte, "statt den BER dauerhaft zu subventionieren, muss Rot-Rot auf kostendeckende Gebühren statt auf weiteren Ausbau drängen." Doch nach 2017 wolle das Land mit einer weiteren Bürgschaft eine Kapazitätserhöhung finanzieren. "Das kommt für uns überhaupt nicht infrage."