(bob) Die Zahl der Autofahrer, die mit Drogen am Steuer erwischt werden, nimmt rasant zu. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat die Polizei in Brandenburg ein Viertel mehr Fälle registriert.

Fast täglich finden sie sich in den Polizeinachrichten aus der Lausitz: Autofahrer, die mit Drogen am Steuer erwischt werden. Nicht nur gefühlt nimmt das zu. Wenn man in die Statistiken der Polizei blickt, findet man rasch Bestätigung: Deutlich mehr Feststellungen hat das Polizeipräsidium für Brandenburg in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gemacht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist es laut Polizeipräsident ein Anstieg um 24,7 Prozent.

„Das ist ein Trend, der uns zunehmend Sorgen bereitet“, räumt Hans-Jürgen Mörke ein. Und Brandenburg ist keine Ausnahme. Laut Bundesverkehrsministerium hat sich die Zahl der Unfälle, bei denen der Hauptschuldige unter Drogen stand, in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht.

Denn nicht nur am Steuer treten vermehrt Drogen auf. Auch die Rauschgiftkriminalität ist in Brandenburg in der ersten Jahreshälfte um rund zehn Prozent angestiegen.

Lausitzer Verkehrspolizisten bestätigen die Beobachtung. „Der Trend ist eindeutig“, sagt André Boschan, Leiter Verkehrspolizei in der Direktion Süd. Das liege aber auch an den Polizisten. Denn um Drogen bei der Kontrolle eines Autofahrers zu erkennen, braucht ein Polizist Erfahrung, verlässliche Technik und einen guten Spürsinn. „Wir führen nicht mehr Kontrollen durch, aber bessere“, sagt Boschan.

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