Zudem habe der Brandenburg-Tag in der Vergangenheit gezeigt, dass er identitätsstiftend wirke und seine Gäste „gestärkt in den Alltag gehen“. Die Premiere des Brandenburg-Tages in der Landeshauptstadt soll ein besonderes Ereignis werden und die erfolgreichen sieben Vorgänger-Feste, zuletzt in Neuruppin oder Luckau, noch toppen.
So setzt Potsdam darauf, dass tausende Berliner aus der nahen Bundeshauptstadt an diesem Tag in die Preußenresidenz strömen. „Alle Berliner, auch der Senat, sind herzlich eingeladen“, so Platzeck. Berlin werde auch eine eigene Präsentation auf dem Landesfest haben, das mit einer berlin-brandenburgischen Bootsparade auf der Havel eröffnet wird.
Der Brandenburg-Tag in Neuruppin hatte im Vorjahr 230 000 Besucher angelockt. Eine Zahl, die Potsdam mit Berliner Hilfe deutlich übertrumpfen will, auch wenn sich Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) mit Prognosen zurückhielt. Als Festgelände sei ganz bewusst die alte Potsdamer Mitte mit dem Lustgarten, dem Stadtkanal und der Freundschaftsinsel ausgewählt worden.
Zum anderen will sich Potsdam – ein Novum – als „Stadt der Wissenschaft zwischen Tradition und High-Tech“ präsentieren, indem die Universität, die Fachhochschule, die Institute und Großforschungseinrichtungen in das Konzept eingebunden werden. Dennoch, so die Erfahrungen der letzten Jahre, stellten Landesfeste die Ausrichterstädte vor finanzielle Probleme, so dass Jüterbog und Luckau noch lange danach an den Folgekosten knabberten. Das soll in Potsdam nicht passieren.
Für den diesjährigen Brandenburg-Tag stellen das Land rund 200 000 Euro und die Stadt Potsdam 150 000 Euro zur Verfügung. Weitere 60 000 Euro sollen durch Sponsoren aufgebracht werden, wobei 35 000 Euro bereits durch die brandenburgischen Sparkassen abgedeckt sind. Wegen zunehmender Finanzierungsschwierigkeiten war offen, ob sich nach Potsdam ab 2004 überhaupt noch eine Stadt für die Ausrichtung des Brandenburg-Tages bewirbt. „Es geht weiter“, versicherte Platzeck. Ausrichter im Jahr 2004 werde voraussichtlich die Stadt Eberswalde sein, die das Landesfest mit ihrer 750-Jahr-Feier verbinde.

Festprogramm Europazentrum
 Das Thema EU-Osterweiterung soll eine wichtige Rolle im Festprogramm spielen. Vorgesehen ist ein europäisches Event- und Informationszelt. Damit werden die bereits bestehenden Kontakte zwischen Brandenburg und Polen vorgestellt. Zu den Höhepunkten gehören neben der Bootsparade zur Eröffnung, eine Landesbühne und das Kinderzentrum.