Nach dem aktuellen Stand müsse Brandenburg in diesem Jahr rund 6000 Asylbewerber aufnehmen - fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Dafür will das Land den Kommunen bei den Bestimmungen für die Unterkünfte entgegenkommen. So sollen auch Gemeinschaftsräume zur Unterbringung genutzt und der Standard von sechs Quadratmetern pro Person für einen begrenzten Zeitraum auf fünf Quadratmeter gesenkt werden können. Da bis Jahresende weitere Unterkünfte fertig würden, könne es gelingen, alle aus dem Erstaufnahmelager Eisenhüttenstadt kommenden Flüchtlinge unterzubringen, erklärte das Ministerium.

Mit einer Entspannung sei erst im kommenden Jahr zu rechnen, wenn neue Gemeinschaftsunterkünfte fertiggestellt seien. „Das Sozialministerium will ebenso wie die Kommunen vermeiden, dass Flüchtlinge - wie in anderen Bundesländern - in Notunterkünften (z.B. Zelte/Turnhallen) untergebracht werden müssen.“