Nie haben in Brandenburg so viele Waldflächen in Flammen gestanden in den vergangenen rund 20 Jahren wie in diesem Jahr. Das Land erlebte monatelang extreme Trockenheit. In den Wäldern brannte es bereits 471 Mal, mit Stand vom vergangenen Freitag waren insgesamt 1629 Hektar Waldboden betroffen, wie das Umweltministerium mitteilte.

Besonders zu schaffen machten der Feuerwehr große Brände. Allein zehn Mal standen jeweils mehr als zehn Hektar Waldfläche in Flammen. Beim bislang größten Feuer Ende August in Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) brannten rund 335 Hektar Wald. 550 Menschen mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen, weil das Feuer drohte, auf umliegende Dörfer überzugreifen.

In der Lausitz hat die Lieberoser Heide mehrfach für Großeinsätze der Feuerwehren gesorgt.

Am Sonntag endete die Waldbrandüberwachung im Land, die in den Sommermonaten die vielen Waldgebiete im Blick behält. Der Bereitschaftsdienst wird damit eingestellt und die automatische Überwachung geht in eine Wartungs- und Überholungspause, wie Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter, Raimund Engel, erklärte.

Bei dem sogenannten „Firewatch“-System handelt es sich um Kameras an langen Masten. Diese schlagen Alarm, wenn sich eine Rauchwolke entwickelt. Waldbrandzentralen schicken die Daten dann an Feuerwehren weiter, wenn ein Einsatz notwendig wird.

Auch die Berechnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD), der anhand meteorologischer Werte täglich seit Beginn der Saison im März die Waldbrandgefahrenstufen berechnet hat, werde an diesem Sonntag eingestellt, sagte Engel. Zwar könne die Saison bei Bedarf verlängert werden. Dazu sieht Engel aber keinen Anlass. Die Trockenphase sei vorbei. Und es habe sich abgekühlt.

Cottbus/Erfurt