„Die Umfänge der unzulässigen Sonntagsarbeit werden derzeitig ermittelt“, erklärte die Sprecherin des Arbeitsministeriums, Marina Ringel. Nach wie vor liege kein Antrag der Post auf eine Ausnahme vom Verbot der Sonntagsarbeit vor. Da die Zustellung trotz des Streiks prinzipiell auch an Werktagen möglich sei, könnte ein Bußgeld fällig werden.

Die Post beruft sich auf das Arbeitszeitgesetz, das beim Transport von leichtverderblichen Waren Sonntagsarbeit erlaubt, „sofern die Arbeiten nicht an Werktagen vorgenommen werden können“, so die Formulierung in Paragraf 10. Das Unternehmen verweist darauf, auch Lebensmittel, Medikamente und Laborproben zu befördern.

„Mehr als 2700 freiwillige Helferinnen und Helfer waren gestern beteiligt, verzögerte Briefe und Pakete zu übergeben“, sagte der Produktionschef der Deutschen Post, Uwe Brinks. Er könne „versichern, dass wir uns bei der Sonntagszustellung an Recht und Gesetz halten.“ Dies habe zum Beispiel das Bayerische Arbeitsministerium in einer ausführlichen Stellungnahme bestätigt.