(iwe) Brandenburgs Bauern wollen weiter versuchen, beim Insektenschutz gemeinsame Sache mit den Landnutzern zu machen. Am heutigen Mittwoch will man sich noch einmal mit Vertretern von Nabu und BUND zu Gesprächen über eine gemeinsame Volksinitiative zum Insektenschutz treffen.

„Wir haben den Umweltverbänden vor vier Wochen unsere Dialogbereitschaft signalisiert und anlässlich des Insektengipfels einen Textentwurf für eine gemeinsame Volksinitiative übermittelt“, sagte der Vorsitzende des Landesbauernverbands, Hendrik Wendorff, am Dienstag in Potsdam. „Da wir bislang noch keine Reaktion erhalten haben, setzen wir morgen auf einen konstruktiven Dialog sowie einen ernst gemeinten Austausch.“ Es wäre eine verpasste Chance, würden die Naturschutzverbände eine noch nie dagewesene Allianz aller Verbände ausschlagen. Ein funktionierender Insektenschutz in der Kulturlandschaft könne nur durch eine Zusammenarbeit aller Partner gelingen.

Ob es am Mittwoch noch zu einer Einigung zwischen Landnutzern und Umweltverbänden kommt, ist allerdings fraglich. Denn die Umweltverbände haben für den kommenden Montag bereits den Start einer eigenen Volksinitiative angesetzt. Zwischen Landnutzern und Naturschutzverbänden ist dabei besonders der Umgang mit Pestiziden umstritten. Während die Naturschützer den Pestizidverbrauch gesetzlich regulieren wollen, setzen die Landnutzer eher auf freiwillige Maßnahmen und staatliche Förderungen etwa für die Anlage von Blühstreifen.

Am Donnerstag findet zudem auf Antrag der CDU-Fraktion eine „Aktuelle Stunde“ zum Insektenschutz im Potsdamer Landtag statt.