Der ehemalige ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann ist tot. Wie der öffentlich-rechtliche Sender am Montag mitteilte, starb der frühere Journalist am vergangenen Freitag nach kurzer, schwerer Krankheit. Poschmann wurde 70 Jahre alt. „Über 30 Jahre war er eines der prägenden Gesichter und eine der einprägsamen Stimmen vieler Sportsendungen im Zweiten“, würdigte ZDF-Chefredakteur den Leichtathletik-Experten.
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Cottbus

Poschmann gehörte über Jahrzehnte zur Stammbesetzung des ZDF bei Großereignissen wie Olympischen Spielen, Fußball-WM und -EM sowie Leichtathletik-WM und -EM. Bekannt wurde er vor allem als Moderator des „Aktuellen Sportstudios“. Von 1994 bis 2011 führte der ehemalige Mittel- und Langstrecken-Läufer 230 Mal durch den TV-Klassiker.

Wolf-Dieter Poschmann kam 1986 zum ZDF

Zum ZDF kam der 1986 zunächst über eine Hospitanz und wurde anschließend freier Mitarbeiter in der Hauptredaktion Sport. Zwei Jahre nach seiner Festanstellung rückte Poschmann auf den Posten des Sportchefs. Diesen musste er 2005 abgeben. Dies wurde mit der notwendigen Trennung von administrativen und journalistischen Aufgaben begründet.
Poschmann wurde Sport-Chefreporter. Nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio beendete er seine Karriere. Der Abschied in den Ruhestand fiel ihm leicht. «Die Berichterstattung im Allgemeinen ist braver, geschmeidiger und weniger kontrovers geworden, kritisierte Poschmann damals. „Es fällt mir nicht schwer loszulassen.“
Während des Studiums strebte er aber einem Bericht der „Welt“ zufolge aber auch eine Karriere in der Leichtathletik an. Und das durchaus erfolgreich. 1973 belegte er Platz zwei bei der deutschen Marathon-Meisterschaft, 1978 etwa lief er deutschen Rekord im Halbmarathon (1:03:36). Seine persönliche Marathon-Bestzeit war 2:19:29, gelaufen 1975 in Fürth.