In weiten Teilen Deutschlands müssen sich die Menschen am Sonntag auf teils heftige Gewitter einstellen. Am Nachmittag ziehen von Westen her Unwetter mit Starkregen übers Land. Niederschlag von 25 bis 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit sei möglich, heißt es vom Deutschen Wetter-Dienst (DWD). Lokal könne es auch zu extremen Unwettern kommen.
Am Sonntag ist zwar noch mit einer extremen Wärmebelastung zu rechnen. Für die folgenden Tage sah der DWD allerdings in seiner Prognose jüngst ein wenig Abkühlung in Sicht. „Zu Beginn der kommenden Woche überquert uns die Kaltfront von Tief Ulfert ostwärts und verdrängt die Hitze“, heißt es. Auch wenn die größte Unwettergefahr gebannt ist, dürfte es weiter Schauer und Gewitter geben.
Von Tag zu Tag steigt derzeit auch vielerorts die Gefahr von Waldbränden. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute auf einer Fläche von zehn Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Bis auf drei Kreise galt in Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums landesweit die höchste Gefahrenstufe fünf. Auch in anderen Bundesländern kam es bereits zu Bränden.

So steht es um das Wetter in Brandenburg

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Samstag der wärmste 19. Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Land. Der wärmste Ort war demnach Baruth (Teltow-Fläming) mit 36,6 Grad, gefolgt von Cottbus mit 36,3 Grad und Potsdam mit 36 Grad. Örtlich gewitterte es kräftig mit Starkregen und Hagel. Allerdings fielen die Niederschläge sehr lokal aus, etwa in den Kreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, wie ein DWD-Sprecher mitteilte.
Im Raum Cottbus soll es auch am Sonntag heiß bleiben. Es werden erneut bis zu 36 Grad erwartet. Gewitter und Regen bleiben noch aus. Erst spät am Montag soll die erhoffte Abkühlung von oben kommen. Maximal 32 Grad warm soll es an diesem Tag werden.

Gewittert es auch in Sachsen?

Die Oberlausitz war am Samstag die heißesten Region in Sachsen. Dort zeigte das Thermometer am Nachmittag bis zu 35 Grad an, wie eine Meteorologin des DWD in Leipzig sagte.
Eine vorübergehende Abkühlung sollten Gewitter bringen. Sie bildeten sich am Samstag zunächst im Bergland. Der DWD gab Unwetterwarnungen unter anderem für das Erzgebirge und das Vogtland heraus. Die Gewitterneigung werde in den nächsten Tagen noch zunehmen. „Je weiter es in die Woche geht, desto wahrscheinlicher ist es, dass es mal blitzt“, sagte die Meteorologin. Deutlich weniger Hitze sei aber erst zur Wochenmitte in Sicht. Dann sollen die Höchstwerte um die 25 Grad liegen.
In der Oberlausitz bleibt laut DWD zunächst am Sonntag der ersehnte Regen aus. Heiß ist es auch hier. Zwar mit bis zu 34 Grad nicht ganz so warm wie in der Niederlausitz, aber dennoch sehr heiß. Gelegentlich schiebt sich eine Wolke von die Sonne. Für den Raum Görlitz werden Gewitter erst ab Montagabend prognostiziert – bei 31 Grad.