Der Reformationstag ist jedes Jahr am 31. Oktober, den viele nur noch mit Halloween in Verbindung bringen. 2022 fällt der Tag auf einen Montag – wer also freihat, kann sich auf ein verlängertes Wochenende freuen. Dieser Tag ist in einigen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag, aber es haben lange nicht alle Menschen in Deutschland frei.
Wo ist der Reformationstag ein Feiertag? Haben Geschäfte offen? Und was ist der Reformationstag überhaupt? Wir haben euch die Bundesländer, Geschichte und Bedeutung im Überblick.

Wo ist der Reformationstag ein Feiertag?

Der Reformationstag ist in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Dieses Jahr fällt der 31. Oktober auf einen Montag, also kann es ein langes Wochenende geben.
Das sind die Bundesländer, die am Reformationstag offiziell freihaben:
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Berlin und Co.: Wo ist der Reformationstag kein Feiertag?

In sieben Bundesländern ist der Reformationstag ein normaler Tag, wie jeder andere. In diesen Bundesländern haben die Menschen nicht frei:
  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Berlin
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
In unseren Nachbarländern Österreich und der Schweiz ist der Reformationstag übrigens auch kein gesetzlicher Feiertag.

Daubitz-Walddorf/Petershain

Haben Geschäfte am Reformationstag geöffnet?

In den oben genannten Bundesländern müssen die Bewohner damit rechnen, dass Geschäfte geschlossen bleiben. Da dies im Fall eines gesetzlichen Feiertags üblich ist.
Ob der lokale Bäcker geöffnet hat, hängt aber etwa von regionalen Bestimmungen ab. Auch Blumenläden, Tankstellen und Läden in Bahnhöfen haben in der Regel mindestens für ein paar Stunden geöffnet.

Sind Geschäfte in Berlin, Baden-Württemberg und Co. geöffnet?

Da in den restlichen sieben Bundesländern wie Berlin, Baden-Württemberg oder Bayern kein Feiertag ist, haben die Geschäfte, Restaurants und Cafés wie gewohnt offen.

Seit wann ist der Reformationstag ein Feiertag?

Es gab ein Jahr, in dem alle 16 Bundesländer den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag zelebrierten. 2017 jährte er sich zum 500. Mal. Darum war der Tag in diesem Jahr in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Seitdem gilt das aber nur noch für die erwähnten neun Bundesländer.

Fankfurt (Oder)/Słubice

Martin Luther – Geschichte und Bedeutung des Reformationstags

Der Reformationstag erinnert an die Reformation der Kirche durch Martin Luther (1483 bis 1546). Dieser war ein Augustinermönch und Theologieprofessor und wurde in Eisleben im 15. Jahrhundert geboren. In den Jahren nach seiner Romreise rief er die Leute dazu auf, den Glauben zu überdenken. Seine Auffassung war, dass der Mensch nur durch die Güte Gottes in den Himmel kommt. Daher schlug er vor, die bestehende katholische Kirche zu ändern.
Besonders bekannt ist der „Wittenberger Thesenanschlag“ am 31. Oktober 1517. An diesem Tag veröffentlichte Martin Luther erstmals seine 95 Thesen. Nach seiner Ansicht war eine Erlösung von der Sünde durch einen Ablass in Form einer Geldzahlung nicht möglich. Denn die Erlösung aller Sünden war schon durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz geschehen. Die mittelalterliche Kirche unter der Führung des Papstes verweigerte sich seiner Reform. So kam es zur Abspaltung von der katholischen Kirche und zur Entstehung der evangelischen Kirche.

Halloween am 31. Oktober: Herkunft und Ideen

Der 31. Oktober wird bei vielen, vor allem den jüngeren Menschen nur noch mit Halloween in Verbindung gebracht.

Allerheiligen am 1. November

Der Feiertag Allerheiligen ist am 1. November. Jedes Jahr gedenken Menschen einen Tag nach dem Reformationstag den Heiligen der Kirche. Dieser Tag zählt zu den katholischen Feiertagen der Hochfeste.
Doch auch Allerheiligen ist nicht in allen Bundesländern ein offizieller Feiertag. Nur in katholisch geprägten Regionen ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag. Welche das sind, sehen Sie in unserer Übersicht:
  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz Saarland

Ist Allerseelen ein Feiertag?

Einen Tag nach Allerheiligen ist Allerseelen. Am 2. November ist der Gedenktag an die Verstorbenen. Ist Allerseelen ein gesetzlicher Feiertag? In keinem der 16 Bundesländer in Deutschland ist der 2.11.2022 ein gesetzlicher Feiertag. Weder haben die Läden geschlossen, noch haben die Menschen frei: Die Geschäfte sind an Allerseelen geöffnet.

Día de Muertos – Der Tag der Toten in Mexiko

In Mexiko gibt es Allerheiligen und Allerseelen ebenfalls. Allerdings heißt es dort „Día de Muertos“. Dort wird mit Festumzügen etwa den Toten gedacht, und zwar mehrere Tage lang.

Martinstag 2022: Laternen werden wieder ausgepackt

Im November häufen sich dann die Tage, an denen es etwas zu feiern gibt. Die dunkle Jahreszeit wird mit Lichter und Laternen gefüllt – so auch am 11. November.