Popsängerin Rihanna (32) erhält wegen eines Fotos auf Instagram neben vielen positiven Reaktionen auch Kritik. Auf dem Bild trage sie eine Kette mit einem Anhänger, der den Hindu-Gott Ganesha darstelle, kommentieren Nutzer auf Instagram.
Dies sei respektlos. „Das ist keine Mode und kein Trend“, schreibt eine Kritikerin. Es gehe darum, die indische Kultur zu respektieren. Eine andere Nutzerin wirft Rihanna kulturelle Aneignung vor.
Um dieses Instagram-Foto geht es: Das Bild zeigt die aus Barbados stammende Künstlerin (Hit: „Umbrella“) vor einem Außenpool in fliederfarbenen Seidenshorts und passenden Accessoires aus ihrer eigenen Kollektion. Das Bild erhielt bis zum Mittwochabend, 17. Februar, mehr als 9,8 Millionen Likes.
Rihanna hatte kürzlich in Indien Schlagzeilen gemacht, nachdem sie sich zu den großen Bauernprotesten in dem Land geäußert hatte. Seit November kampieren Zehntausende Bauern rund um die Hauptstadt Delhi und fordern meist friedlich, kontroverse Marktliberalisierungsgesetze aufzuheben.

Rihannas Politik-Tweet ruft Indiens Regierung auf den Plan

Ende Januar kam es jedoch zu Gewalt zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Anschließend ließ die Regierung den Weg der Bauern in die Stadt mit starken Barrikaden versperren und tagelang das Internet in den Lagern der Bauern abstellen.
Rihanna schrieb auf Twitter dazu: „Warum reden wir nicht darüber?! #Bauernprotest“ und teilte einen entsprechenden CNN-Artikel.
Diesen Tweet verbreitete später auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Daraufhin kam Kritik aus dem indischen Außenministerium: !Bevor in solchen Angelegenheiten schnell kommentiert wird, ermahnen wir, dass Fakten ermittelt und ein angemessenes Verständnis der vorliegenden Sachverhalte vorgenommen wird." Sehr wenige Bauern in Indien hätten Bedenken gegen die Reform, schrieb das Ministerium.