Polarlichter üben auf uns eine besondere Magie aus. Die grünen, violetten oder roten Schleier beobachten zu können, ist für viele Menschen, die nach Skandinavien reisen, ein echter Traum. Um sie in Deutschland sehen zu können, benötigt es eine große Portion Glück – und das Übereinstimmen verschiedener Faktoren.
In Mitteleuropa und auch in Amerika könnten ungewöhnlicherweise Polarlichter zu sehen sein, weil die hochenergetischen Teilchen gewisse Atome in der Erdatmosphäre zum Leuchten bringen können. Um das Phänomen sehen zu können, müsste allerdings auch das Wetter mitspielen und zumindest zeitweise den Blick auf den Himmel zulassen.
  • Doch warum steigt die Wahrscheinlichkeit Nordlichter zu sehen?
  • Wo in Deutschland kann man Polarlichter beobachten?
  • Und welcher Zusammenhang besteht zur Sonneneruption?

Wahrscheinlichkeit Polarlichter in Deutschland zu sehen ist aktuell erhöht

Am Donnerstagabend, 28. Oktober 2021, hat es eine starke Sonneneruption gegeben, berichtet wetteronline.de. Ein sogenannter Sonnenwind beeinflusst uns vom späten Freitagabend bis Samstagabend. Das bedeutet konkret: Nicht nur in den Polargebieten steigen damit die Chancen auf Polarlichter. Auch in Deutschland sind die Chancen so gut wie lange nicht mehr, sofern das Wetter mitspielt.
Am Freitagabend sei wegen Wolken am Himmel die Wahrscheinlichkeit im Westen des Landes aber gering, dass man Nordlichter sieht. Im Osten von Deutschland dagegen sieht es besser aus: Die Nacht verläuft an der Küste der Ostsee oft klar. Auch bis zum Alpenrand bleibt der Himmel meist frei von Wolken.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind die Chancen jedoch sehr gering, weil dann selbst im Osten mit dichten Wolken zu rechnen ist.

Starke Sonneneruption: Ausbruch der Sonne

Am Abend des 28. Oktober 2021 gab es einen Plasmaausbruch. „Nach derzeitigem Stand fand die Eruption und der damit verbundene Masseauswurf genau Erdgerichtet statt. Je nach Geschwindigkeit der Plasmawolke wird diese im Zeitfenster vom späten Freitagabend bis Samstagabend die Erde erreichen. Die Chancen Polarlichter bis in mittlere Breiten zu sehen, steigen somit deutlich an und sind so gut wie schon lange nicht mehr", erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.
Der Ausbruch auf der Sonne erreichte beinahe eine Stärke der höchsten Kategorie X. Dieser gemessene Wert entspricht auf der Warnskala der US-amerikanischen Wetterbehörde NOAA der Stufe „stark“.

Was sind mögliche Folgen des Ausbruchs der Sonne?

Im Sommer hatte der letzte Ausbruch der Sonne für einen rund einstündigen Ausfall des GPS-Systems gesorgt. Der Radioempfang war über längere Zeit gestört. Björn Goldhausen gibt jedoch Entwarnung, was die Strahlung betrifft: Sie bereite den Menschen keine Probleme. Eine genaue Prognose über die Auswirkung auf Radioempfang und GPS könne man aktuell noch nicht abgeben.
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