Millionen konnten über Mirco Nontschew lachen. Mit seinen Grimassen und Geräuschen war er ein Angstgegner bei Kolleginnen und Kollegen und doch nie ein Alphatier der Comedy-Branche, sondern eher Teamplayer. Im Alter von nur 52 Jahren ist der als Ensemble-Mitgleid von „RTL Samstag Nacht“ in den 90er Jahren bekannt gewordene Komiker überraschend in Berlin gestorben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag. Zuvor hatte „Bild“ online unter Berufung auf Nontschews Manager berichtet. Die Todesumstände blieben zunächst unklar.
Bild.de berichtet weiter, dass sich seine Familie Sorgen gemacht hatte, weil sie seit einigen Tagen nichts mehr von ihm gehört hatte. Deswegen hätten sie die Feuerwehr gerufen, die Nontschew tot aufgefunden habe.

Das sagt die Polizei zu Mirco Nontschews Tod

Die Polizei in Berlin teilte am Samstag auf Anfrage lediglich mit, dass am Freitagnachmittag ein 52 Jahre alter Mann tot in einem Mehrfamilienhaus in Berlin gefunden worden sei. Es wurden demnach Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen, es deute aber bislang nichts auf ein Fremdverschulden hin.

Komiker-Kollegen trauern online um Mirco Nontschew

Fans und Kollegen trauerten am Wochenende um den Comedian, der in den Nullerjahren in Kinokomödien den Zwerg Tschakko mimte - an der Seite von Otto Waalkes oder auch Ralf Schmitz („7 Zwerge – Männer allein im Wald“, „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“).
Später spielte er auch bei der Klamotte „Otto's Eleven“ mit und wirkte zuletzt bei dem von Michael „Bully“ Herbig präsentierten Format „LOL – Last One Laughing“ des Streamingdienstes Prime Video mit. Bei der Show von Amazon geht es darum, dass Comedy-Promis stundenlang eingeschlossen sind und sich zum Lachen bringen sollen, selbst aber nicht lachen dürfen. Wer zweimal die Miene verzieht, fliegt raus. Sieger ist, wer sich am längsten das Lachen verkneift.
„Du hast die Menschen glücklich gemacht. Wir haben so unendlich viele Lachtränen wegen Dir vergossen“, schrieb Bully Herbig bei Instagram. Nun seien die Tränen schmerzhaft. „The show must go on...für Dich Mirco!“
Erst vor kurzem zeichnete Nontschew, der zweifacher Vater war und zuletzt laut „Bild“ in Berlin-Steglitz lebte, an der Seite etwa von Anke Engelke, Carolin Kebekus und Christoph Maria Herbst die neue Staffel auf. Sie sollte bislang Anfang 2022 ausgestrahlt werden. Laut „Bild“ will der Streamingdienst die Episoden trotz allem veröffentlichen - vielleicht auch schon früher.

Nontschew stand erst kürzlich für die 3. „LOL“-Staffel vor der Kamera

Zuletzt brachte Nontschew viele beim Streamingdienst Amazon Prime Video in dem von Michael „Bully“ Herbig präsentierten Format „LOL – Last One Laughing“ zum Lachen. Erst vor kurzem hatte Nontschew, der zweifacher Vater war, dort an der Seite von Kolleginnen und Kollegen wie Anke Engelke, Carolin Kebekus, Hazel Brugger, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim und Olaf Schubert die neue Staffel abgedreht, die Anfang 2022 ausgestrahlt werden soll.
Es ist die dritte Staffel des Formats und Nontschews zweite. Bei der Comedy-Show geht es darum, dass die Kandidaten gemeinsam über mehrere Stunden zusammen sind. Sie müssen sich zum Lachen bringen, dürfen selbst aber nicht lachen. Wer zwei Mal erwischt wird, fliegt raus. Übrig bleibt, wer sich das Lachen verkniffen hat.

Alter, Geburtsort, Herkunft – Porträt des Komikers Mirco Nontschew

Nontschew kam 1969 in Berlin (Ost) auf die Welt. Sein Vater stammte aus Bulgarien. Ende der 80er war der agile Nontschew als Breakdancer unterwegs. Hugo Egon Balder wurde damals beim Fernsehsender RTL auf ihn aufmerksam. 1993 wurde er so Ensemble-Mitglied der Comedy-Show „RTL Samstag Nacht“, die mit ihren albernen Sketchen neue Maßstäbe im Fernsehen setzte. Weggefährten waren damals zum Beispiel Wigald Boning, Olli Dittrich, Tanja Schumann, Esther Schweins und Stefan Jürgens.
2001 erhielt Nontschew bei Sat.1 seine eigene Sendung „Mircomania“. Später war er auch in der Improvisationscomedy „Frei Schnauze“ bei RTL dabei, danach auch im Sat.1-Comedy-Format „Die dreisten Drei“.