Rund 14,6 Millionen Menschen haben bisher eine sogenannte Booster-Impfung bekommen, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 07.12. hervorgeht. Das soll den immer rasanter steigenden Corona-Zahlen in Deutschland zusammen mit anderen Maßnahmen Einhalt gewähren. Boostern dürfen sich in Deutschland inzwischen alle Personen, deren zweite Impfdosis länger als sechs Monate - in Ausnahmefällen auch nur fünf Monate - zurückliegt.
  • Kann ich die Booster-Impfung auch in den digitalen Impfnachweis speichern?
  • Wie lange ist das digitale Impfzertifikat gültig?
  • Und bringt mir die dritte Impfung Vorteile bei den aktuellen Corona-Einschränkungen?
  • Alle Infos zur 3. Impfung und dem Impfzertifikat.

Anleitung: Booster-Impfung gegen Corona in den digitalen Impfpass eintragen

Es ist so, wie es bereits bei der Erst- und Zweitimpfung gewesen ist: Das digitale Impfzertifikat für eine Booster-Impfung kann in der CovPass-App oder der Corona-Warn-App gespeichert werden. Dort kann es dann, sobald ein Impfnachweis verlangt wird, durch die CovPass-Check App überprüft werden.
Um die Auffrischungsimpfung in einer der Apps zu speichern, braucht man einen QR-Code. Meistens bekommt man diesen nach der Impfung. Scannt man diesen Code mit dem QR-Code-Scanner in einer der Apps ein, wird die Auffrischungsimpfung dort automatisch vermerkt. Man kann aber auch in eine Apotheke gehen und sich den QR-Code für den anschließenden Scan dort generieren lassen.

Wie lange gilt das Digitale Impfzertifikat?

Laut der staatlichen Website zum Infektionsschutz ist das digitale Impfzertifikat 12 Monate gültig. Diese Wirkungsdauer kann aber nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst werden. In Österreich sind die Impfnachweise lediglich neun Monate lang nach der zweiten beziehungsweise dritten Impfung gültig. Auch in Tschechien wurde die Gültigkeit auf neun Monate herabgesetzt. In Deutschland ist immer mehr davon die Rede, den Immunschutz von Geimpften nach einer gewissen Zeit nicht mehr anzuerkennen.

Digitaler Corona-Impfpass könnte früher ablaufen als gedacht

Die bislang auf ein Jahr angelegte Gültigkeitsdauer des digitalen Corona-Impfzertifikats soll laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkürzt werden. Da der Impfschutz nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nach einigen Monaten nachlasse, stehe nun eine Entscheidung darüber an, "dass dieses digitale Impfzertifikat angepasst wird an die tatsächliche Schutzwirkung", sagte Spahn am Samstag bei einer Digital-Veranstaltung seines Ministeriums in Berlin. Die Verkürzung werde aber "nicht über Nacht" erfolgen, beteuerte Spahn. "Wir werden das so machen, dass jeder seine Auffrischimpfung hat kriegen können, um das Zertifikat zu verlängern." In der Frage der Verkürzung strebe er eine EU-weit abgestimmte Regelung zur Geltungsdauer des Digitalnachweises an.

Wann läuft der Impfnachweis ab?

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Befristung des Impfstatus. „Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen“, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Wenn eine Impfung länger zurückliege, falle der Geimpfte dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft. Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse.

Digitaler Impfpass: Fälschung, Strafe, App, Apotheke, Impfpass verloren

Alle wichtigen Infos zum digitalen und analogen Impfpass findet ihr im folgenden Artikel:
In Brandenburg laufen aktuell nach Angaben der Polizei in 106 Fällen Ermittlungen in Zusammenhang mit gefälschten Impfausweisen.
Dabei gehe es unter anderem um den Verdacht der Urkundenfälschung beziehungsweise des Ausstellens unrichtiger oder gefälschter Gesundheitszeugnisse. Die meisten Fälle wurden im September (33), Oktober (30) und November (17) registriert. Die Zahlen könnten sich aber noch verändern durch später erfasste Strafanzeigen.
Die neue Ampel-Regierung will Fälschungen von Impfnachweisen unter Strafe stellen. Dabei könnte es sogar zu Haftstrafen kommen. Alle Infos dazu lest ihr hier nach:

Impfausweis in Papierform oder digitaler Nachweis? Was gilt wo?

Der gelbe Impfausweis ist nach wie vor gültig, aber in Einzelfällen treffen Bundesländer eigenständige Regelungen, nach denen nur noch der digitale Impfnachweis akzeptiert wird. So ist in Baden-Württemberg ab Dezember ein Corona-Impfnachweis beispielsweise für den Zugang zu 2G- oder 2G-Plus-Bereichen nur noch mit einem QR-Code in digitaler oder Papierform möglich.
Der gelbe Impfpass reicht dann nicht mehr aus. Wer noch keinen QR-Code hat, kann ihn sich nachträglich in einer Apotheke ausstellen lassen. Laut Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) soll damit sichergestellt werden, "dass es Impfpassfälscher künftig schwerer haben".
In Berlin sind für 2G-Veranstaltungen, bei denen nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben, längst nur noch digital lesbare Impfnachweise mit QR-Code zugelassen. Auch Brandenburg nahm die Regelung gerade in seine neue Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus auf.

Booster-Impfungen Bayern und BW: Hier gibt’s Termine für die 3. Impfung im Freistaat und Baden-Württemberg

Ihr braucht noch einen Termin für eine Impfung in Bayern oder BW? Egal ob Erst-, Zweit- oder Drittimpfung. In den folgenden Beiträgen lest ihr, wie ihr einen Termin für die Impfung online ausmachen könnt:

Wird der gelbe Impfpass zum Auslaufmodell?

Bisher gelten der digitale Impfnachweis mit QR-Code und das gelbe Impfheft als gleichberechtigte Nachweise für die Corona-Impfung. Doch das Impfheftchen auf Papier könnte in diesem Fall zu einem Auslaufmodell werden. In den ersten Bundesländern reicht der gelbe Pass nicht mehr. So auch in Baden-Württemberg.

Booster-Impfung und 2G+: Kein Test mehr notwendig

Drei Bundesländer gehen inzwischen den Weg, Menschen mit einer Auffrischungsimpfung davon zu befreien, sich im Rahmen der 2G+ Regel testen zu lassen: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.
Mit der neuen Corona-Verordnung entfällt in Baden-Württemberg bei der 2G-plus-Regelung die Testpflicht für Geboosterte – also für alle Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. Das teilte der Amtschef des Sozial- und Gesundheitsministeriums, Professor Uwe Lahl, am Freitag (3. Dezember) mit: „Personen, die bereits geboostert sind, müssen überall dort, wo die 2G-plus-Regel gilt, keinen aktuellen negativen Corona-Test mehr vorlegen – also zum Beispiel in Gaststätten, im Zoo oder bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen.“