In der Stadt Hagen in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei Medienberichten zufolge eine Synagoge umstellt. Wie die Polizei Dortmund am Mittwoch mitteilte, lagen „Hinweise über eine mögliche Gefährdungslage im Zusammenhang mit einer jüdischen Einrichtung“ vor. „Polizeiliche Schutzmaßnahmen wurden entsprechend angepasst“. Ein Sprecher wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP keine genaueren Angaben machen.

Synagoge in Hagen: „Bild“ berichtet von Anschlag-Drohung

Die „Westfalenpost“ berichtete, dass schwer bewaffnete Polizisten die Synagoge umstellt hatten. Eine Hundertschaft war demnach im Einsatz, der Bereich um die Synagoge war weiträumig abgesperrt.
Ein Polizeisprecher bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, es seien Einsatzkräfte vor Ort. Nähere Angaben sollten aus einsatztaktischen Gründen aber nicht gemacht werden. Die „Bild“ berichtet von einer Anschlags-Drohung auf die Synagoge und dass sich keine Menschen mehr im Gebäude befinden.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich über den Polizeieinsatz an einer jüdischen Einrichtung in Hagen unmittelbar unterrichten lassen. „Der Minister ist umfassend informiert über die mögliche Gefährdungslage“, sagte ein Sprecher am Mittwochabend.
Am Mittwoch und Donnerstag ist Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag.