• Die Corona-Zahlen in Deutschland sind weiter auf sehr niedrigem Niveau
  • Doch trotz der rückläufigen Werte und Sieben-Tage-Inzidenz wächst in Deutschland der Anteil der als besorgniserregend eingestuften Delta-Variante deutlich
  • Mit einer möglichst hohen Corona-Impfquote lassen sich nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun trotz der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante erneute drastische Maßnahmen verhindern
Die aktuellen Corona-Zahlen für heute gibt es hier im Überblick – neueste Fallzahlen laut RKI-Dashboard und JHU, inklusive interaktiver Karten mit den Inzidenzwerten im Vergleich.

Aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland heute

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Regeln. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an. Alle Corona-Zahlen für Deutschland heute – am Montag, den 28.06.2021 – hier im Überblick:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 5,6
  • Neuinfektionen heute: 219
  • Infektionen gesamt: 3.726.929
  • Neue Todesfälle: 8
  • Todesfälle gesamt: 90.762

Corona-Inzidenz und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Gestern hatte das RKI für Deutschland 538 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche,  am Montag, 21.06.2021, hatte das RKI 436 Neuinfektionen gemeldet. Das RKI hatte für gestern außerdem 8 Todesfälle gemeldet.
Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, lag laut RKI gestern bei 5,7 und am Montag vergangener Woche bei 8,6.

Corona-Zahlen aktuell: Gestorben, genesen, infiziert seit Beginn der Pandemie in Deutschland

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.620.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.762 angegeben. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.726.929.

Aktuelle Inzidenzwerte der einzelnen Bundesländer

Die Inzidenz ist aktuell in ganz Deutschland rückläufig. Wo ist der Inzidenzwert aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 9,0 - Baden-Württemberg
  • 9,2 - Saarland
  • 10,8 - Hamburg
  • 7,9 - Bayern
  • 8,2 - Hessen
  • 6,9 - Rheinland-Pfalz
  • 7,3 - Bremen
  • 6,8 - Nordrhein-Westfalen
  • 6,5 -Berlin
  • 5,0 - Thüringen
  • 4,0 - Schleswig-Holstein
  • 4,0 - Sachsen
  • 4,0 - Niedersachsen
  • 2,2 - Sachsen-Anhalt
  • 2,3 - Brandenburg
  • 2,0 - Mecklenburg-Vorpommern

Corona-Zahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6:00 Uhr) weltweit rund 179.530.592 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher 3.890.422 Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 33.577.485 Infizierte und 602.833 Tote
  • Indien: 30.028.709 Infizierte und 390.660 Tote
  • Brasilien: 18.169.881 Infizierte und 507.109 Tote
  • Deutschland ist weltweit auf Rang 12 - mit laut JHU aktuell
3.732.469 Infizierten und 90.575 Toten.

Corona in Deutschland: Tschentscher und Müller fordern strengere Regeln für Tests und Quarantäne

Der Ruf nach strengeren Corona-Kontrollen für Urlaubsrückkehrer wird lauter. Mit Blick auf die rasche Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante auch in Deutschland dringen immer mehr Länder-Regierungschefs darauf, Test- und Quarantäneregeln bei der Einreise aus dem Ausland zu verschärfen. „Diese Stichproben reichen nicht, die im Moment von der Bundespolizei umgesetzt werden“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) im ZDF.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kritisierte, dass bei Einreisen aus Risikogebieten derzeit ein einmaliger, einfacher Antigen-Test reiche, um Quarantäne zu vermeiden. „Das ist zu unsicher“, sagte er der „Welt“. Stattdessen sollten alle nicht geimpften Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten grundsätzlich in Quarantäne gehen, die frühestens nach fünf Tagen bei einem negativen PCR-Test aufgehoben werden dürfe.
Ähnlich äußerte sich Berlins Regierungschef Müller. „Sie können schon bei der Anreise kontrollieren: Wer hat den entsprechenden negativen Testnachweis? Und dann hier nach einer bestimmten Quarantänezeit auch mit einem erneuten Test gegenchecken, dass man auch wirklich negativ ist“, erklärte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ZDF. „Es ist schön, wenn die Menschen Urlaub machen können. Aber wir wollen die Gefahren ja nicht zurückbekommen hier nach Deutschland.“
Zuvor hatte schon Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) verlangt, dass Urlauber an den Grenzen engmaschig auf Impfausweise und negative Corona-Tests kontrolliert werden. Rückendeckung kam von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Ich unterstütze ausdrücklich die Forderung nach Kontrollen an den Grenzen, ob aktuelle Negativ-Tests vorliegen. Genau daran hat es bislang gemangelt“, sagte der SPD-Politiker der „Welt“ (Montag).