Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind zuletzt schnell gestiegen. Auch auf Intensivstationen zeigt die Kurve nun wieder nach oben. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut für eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus geworben. Empfohlen ist die Impfung für Menschen über 60 Jahren.
In diesem Artikel bereiten wir jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland auf.
  • Wie hoch liegt die Inzidenz?
  • Wie viele Neuinfektionen gibt es?
  • Wie hoch ist die Hospitalisierungsrate?
  • Wie sehen die Corona-Zahlen der einzelnen Bundesländer im Vergleich aus?

Inzidenz, Hospitalisierungsrate und Impfquote: Corona-Zahlen vom 30.10.21

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an: Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts in Deutschland vom Samszag, 30.10.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 145,1 (Vortag: 139,2); (Vorwoche: 100,0)
  • Neuinfektionen heute: 21.543
  • Infektionen gesamt: 4.580.663
  • Neue Todesfälle: 90
  • Todesfälle gesamt: 95.696
  • Impfquote (Erstimpfung): 69,34 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 66,60 Prozent
  • Hospitalisierungsrate: Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das Robert Koch-Insititut in Berlin am Freitag mit 3,31 an (Montag 2,95). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15.

Corona-Zahlen der Bundesländer – Wie hoch sind die Inzidenzwerte in den einzelnen Regionen Deutschlands?

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten? (Stand:30.10)
  • 297,5 – Thüringen
  • 266,4 – Sachsen
  • 230,7– Bayern
  • 181,1 – Baden-Württemberg
  • 141,6 – Berlin
  • 119,3 – Sachsen-Anhalt
  • 116,4 – Brandenburg
  • 114,7 Hessen
  • 100,4 – Hamburg
  • 104,1 – Nordrhein-Westfalen
  • 97,5 – Rheinland-Pfalz
  • 79,1 – Bremen
  • 83,1– Mecklenburg-Vorpommern
  • 75,4 – Niedersachsen
  • 69,3 – Schleswig-Holstein
  • 69,8 – Saarland

Zahlen zu Neuinfektionen und Inzidenzen gestern und vor einer Woche

Gestern hat das RKI 24.668 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Freitag, 23.10.2021, waren es 15.145 Neuinfektionen.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Jahr 2021 hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig werden daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt.

Corona-Zahlen weltweit: Johns-Hopkins-Universität meldet Tote und Infizierte

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldete am Samstag (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 246 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,98 Millionen Menschen. Diese drei Länder waren und sind aktuell insgesamt am stärksten betroffen:
  • USA: 45.923.884 Infizierte und 745.375 Tote
  • Indien: 34.246.157 Infizierte und 457.191 Tote
  • Brasilien: 21.793.401 Infizierte und 607.462 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.591.264 Infizierte und 95.701 Tote.

RKI warnt vor wachsender Gefahr ansteckender Kontakte

Angesichts der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland hat das Robert Koch-Institut vor einem wachsenden Risiko von Ansteckungen gewarnt. „Bei den gegenwärtigen Sieben-Tage-Inzidenzen besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit infektiöser Kontakte“, heißt es im jüngsten Wochenbericht von Donnerstagabend.
Es werde „dringend empfohlen“, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen und auf den vollständigen Impfschutz zu achten. Gemeint ist, dass man sich auch die zweite Spritze geben lassen sollte, die bei fast allen Corona-Impfstoffen vorgesehen ist.