Die Corona-Zahlen in Deutschland bewegen sich seit Wochen mehr oder weniger auf gleichbleibendem Niveau, zuletzt gingen sie in der Tendenz aber wieder ein wenig in die Höhe. Pendelte die Inzidenz in den Vorwochen um den Wert 60 herum, liegt er nun konstant über 70 – und auch die Hospitalisierungsrate steigt. In vielen Bundesländern wurden die Corona-Regeln zuletzt dennoch gelockert. In diesem Artikel bereiten wir jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland auf.
  • Wie hoch liegt die Inzidenz?
  • Wie viele Neuinfektionen gibt es?
  • Wie hoch ist die Hospitalisierungsrate?
  • Wie sehen die Corona-Zahlen der einzelnen Bundesländer im Vergleich aus?

Corona-Zahlen heute, am 21.10.21: Inzidenz, Neuinfektionen, Impfquote, Hospitalisierung laut RKI

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht: Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts in Deutschland vom Donnerstag, 21.10.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 85,6 (Vortag: 80,4; Vorwoche: 67,0)
  • Neuinfektionen heute: 16.077
  • Infektionen gesamt: 4.182.800
  • Neue Todesfälle: 67
  • Todesfälle gesamt: 94.875
  • Impfquote (Erstimpfung): 68,93 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 65,9 Prozent
  • Hospitalisierungsrate: Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI mit 2,13 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15.

Corona-Zahlen der Bundesländer – So hoch sind die Inzidenzwerte in allen Regionen Deutschlands

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 172,2 – Thüringen
  • 128,9 – Sachsen
  • 141,0 – Bayern
  • 95,7 – Baden-Württemberg
  • 108,6 – Berlin
  • 72,3 – Bremen
  • 51,2 – Saarland
  • 78,0 – Sachsen-Anhalt
  • 70,3 – Hamburg
  • 53,8 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 65,7 – Hessen
  • 70,9 – Brandenburg
  • 59.7 – Rheinland-Pfalz
  • 57,1 – Nordrhein-Westfalen
  • 54,4 – Niedersachsen
  • 44,9 – Schleswig-Holstein

Inzidenzen und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Gestern hat das RKI 17.015 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Donnerstag, 14.10.2021, waren es 12.382 Neuinfektionen.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Jahr 2021 hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig werden daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt.

Corona-Zahlen weltweit: Tote und Infizierte laut Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldete am Donnerstag (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 241 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,9 Millionen Menschen. Diese drei Länder waren und sind aktuell insgesamt am stärksten betroffen:
  • USA: 45.218.829 Infizierte und 731.263 Tote
  • Indien: 34.108.996 Infizierte und 452.651 Tote
  • Brasilien: 21.680.488 Infizierte und 604.228 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.417.771 Infizierte und 94.821 Tote.

Landesregierungen fordern Fortsetzung von Corona-Maßnahmen

Die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen fordern auch nach dem bevorstehenden Auslaufen der pandemischen Lage am 25. November weiterhin bundeseinheitliche Lösungen im Kampf gegen Corona. „Dass es nach Beendigung der epidemischen Lage nationaler Tragweite in Deutschland einen Flickenteppich im Umgang mit der Pandemie gibt, das will niemand“, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND, Mittwoch). Er wünsche sich vom Bund eine „geordnete, einheitliche Übergangsregelung“.
Am Montag hatte sich Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) dafür ausgesprochen, die sogenannte epidemische Lage zur Eindämmung des Coronavirus Ende November auslaufen zu lassen. Die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ gilt seit März 2020 und wurde zuletzt bis zum 24. November 2021 verlängert.