• Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen – wie in vielen anderen Ländern weltweit auch – ebenso wie die Inzidenz wieder an
  • Droht eine vierte Welle?
  • Mehrere Bundesländer wie auch Gesundheitsminister Spahn planen wohl einschränkende Corona-Regeln für nicht-geimpfte Erwachsene ab Herbst

Corona-Zahlen Deutschland aktuell: Inzidenz, Neuinfektionen und Impfquote am 05.08.2021

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab. Anhand dieser Zahl entscheiden Experten und die Regierung, ob Corona-Regeln verschärft oder gelockert werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an.
Die Entwicklung der Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Experten und die Regierung, ob Corona-Regeln verschärft oder gelockert werden, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.
Alle Corona-Zahlen für heute – am Donnerstag, 05.08.2021 – im Überblick.
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 19,4 (Vortag: 18,5; Vorwoche: 16,0)
  • Neuinfektionen heute: 3539
  • Infektionen gesamt: 3.780.985
  • Neue Todesfälle: 26
  • Todesfälle gesamt: 91.730
  • Impfquote (Erstimpfung): 61,83 Prozent
  • Impfquote gesamt: 52,56 Prozent

Aktuelle Inzidenz der einzelnen Bundesländer – die Coronazahlen für Deutschland

Die Inzidenzen steigen in ganz Deutschland stetig an. Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist der Inzidenzwert aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 34,5 – Hamburg
  • 32,7 – Berlin
  • 30,4 – Schleswig-Holstein
  • 28,4 – Nordrhein-Westfalen
  • 27,3– Saarland
  • 26,0 – Bremen
  • 19,7– Hessen
  • 19,2 – Rheinland-Pfalz
  • 17,5 – Niedersachsen
  • 14,2 – Baden-Württemberg
  • 13,6 – Bayern
  • 12,1 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 10,5 – Brandenburg
  • 7,0 – Thüringen
  • 6,4 – Sachsen-Anhalt
  • 6,0 –Sachsen


Corona-Inzidenz und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Gestern hatte das RKI für Deutschland 3571 Neuinfektionen  binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Donnerstag, 29.07.2021, waren 3520 Neuinfektionen gemeldet worden.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9. Nun steigen die Zahlen und die Inzidenz seitdem wieder, aufgrund der neuen Delta-Variante. Sie sind aber aktuell – im Vergleich zu anderen Ländern Europas – weiterhin auf niedrigem Niveau.

Corona-Zahlen in Deutschland: Inzidenz steigt seit mehr als vier Wochen

Einen ähnlichen Trend stellte auch „Zeit Online“ fest. Demnach hätten die Gesundheitsämter 3653 Neuinfektionen gemeldet, das wären 623 mehr als eine Woche zuvor. Zugleich wurden 37 weitere Corona-Tote gemeldet, 13 mehr alsam selben Tag der Vorwoche. „Zeit Online“ bezieht seine Zahlen eigenen Angaben nach direkt von den Gesundheitsämtern der Landkreise und soll somit weniger von verzögerten Meldeketten betroffen sein als etwa das Robert Koch-Institut (RKI). Die jeweiligen Zahlen können daher voneinander abweichen.
Im Vergleich der Bundesländer lag Nordrhein-Westfalen dem „Zeit Online“-Bericht nach mit 1111 neuen Infektionen an der Spitze, dahinter rangierten Baden-Württemberg mit 404 Fällen und Bayern mit 350 Neuinfizierten.

Corona-Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zu Infizierten und Toten

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6:00 Uhr) weltweit mehr als 199 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,2 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 35.231.310 Infizierte und 614.263 Tote
  • Indien: 31.726.507 Infizierte und 425.195 Tote
  • Brasilien: 19.985.817 Infizierte und 558.432 Tote
  • Deutschland ist weltweit auf Rang 13 nach dem Iran – mit laut JHU aktuell 3.782.344 Infizierten und 91.697 Toten.

Corona-Zahlen in Deutschland steigen wieder: Kommen neuen Regeln?

Weiterhin Masken, mehr Impfungen, mögliche neue Einschränkungen: Vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten in der kommenden Woche hat das Ringen um den Corona-Kurs für Herbst und Winter begonnen. Denn inmitten der relativ entspannten Sommerwochen für die meisten Bürger breiten sich neue Infektionen schon wieder besorgniserregend schnell aus.
Das Gesundheitsministerium von Ressortchef Jens Spahn (CDU) legte jetzt vor – und listete in einem Bericht, der an den Bundestag und die Länder ging, Vorschläge auf, um die vierte Welle flach zu halten. Vor allem mögliche Beschränkungen für Ungeimpfte sorgen für Diskussionen.
Die steigenden Infektionszahlen seien „eine Warnung“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. „Unser aller Ziel muss es ja sein, einen weiteren harten Lockdown zu verhindern.“ Etwa mit Abstand und Masken hätten es alle in der Hand, den Pandemieverlauf zu beeinflussen. Zu möglichen neuen Maßnahmen äußerte sie sich nicht.

Ministeriumsbericht sei „Diskussionsgrundlage“ für Festlegungen der Bund-Länder-Runde am Dienstag

Der Ministeriumsbericht sei „eine Diskussionsgrundlage“ für Festlegungen der Bund-Länder-Runde am Dienstag. Und die sind rund sechs Wochen vor der Bundestagswahl eine heikle Angelegenheit: Welche Schritte sind wann für wen sinnvoll und treffen in der heißen Wahlkampfphase auch auf breitere Akzeptanz?
Das Gesundheitsministerium schreibt in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt: „Die Werkzeuge sind da. Wir müssen sie nur nutzen.“ Dabei könnten Schutzmaßnahmen wegen der fortgeschrittenen Impfkampagne nun „moderater“ ausfallen als zuletzt im Herbst und Winter. „Ein so einschneidender Lockdown wie in der zweiten und dritten Welle wird aller Voraussicht nach nicht notwendig sein“, heißt es im Bericht.