• Wie hoch sind die Inzidenz und die Corona-Zahlen in Deutschland heute?
  • In Baden-Württemberg wird die Entschädigungszahlung aufgrund von Quarantäne-Verdienstausfällen ab dem 15.09. gestrichen
  • In Kolumbien wurde die Virus-Variante Mu entdeckt

Corona-Zahlen des RKI heute: Hospitalisierung, Inzidenz, Corona-Neuinfektionen, Todesfälle am 10.09.2021

Hier die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts in Deutschland vom Freitag, 10.09.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 83,8 (Vortag: 83,5 ; Vorwoche: 80,2)
  • Hospitalisierungsrate: 1,89 (Vortag: 1,79)
  • Neuinfektionen heute: 13.000
  • Infektionen gesamt: 4.059.081
  • Neue Todesfälle: 55
  • Todesfälle gesamt: 92.553
  • Impfquote (Erstimpfung): 65,9 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 61,5 Prozent
Nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin haben sich in Deutschland binnen der letzten 24 Stunden 13.000 Menschen neu mit dem Corona-Virus infiziert, eine Woche zuvor waren es mehr als 14.200 gewesen. Weitere 55 Menschen sind der RKI-Meldung nach in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Am selben Tag vor einer Woche waren 45 Todesfälle gemeldet worden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 83,8.

Aktuelle Werte der Bundesländer – Inzidenzen in Deutschland

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 117,6 – Bremen
  • 113,6 – Hessen
  • 109,4 – Nordrhein-Westfalen
  • 103,0 – Rheinland-Pfalz
  • 91,0 – Baden-Württemberg
  • 89,2 – Saarland
  • 81,0 – Berlin
  • 78,9 – Hamburg
  • 77,5 – Bayern
  • 71,6 – Niedersachsen
  • 49,1 – Schleswig-Holstein
  • 38,3 – Thüringen
  • 37,5 – Brandenburg
  • 36,4 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 32,2 – Sachsen
  • 25,3 – Sachsen-Anhalt
    (Stand 08.09.2021)

Neuinfektionen und Corona-Inzidenz gestern und vor einer Woche

Gestern hatte das RKI für Deutschland 15.431 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Freitag, 03.09.2021, waren es 14.251 Neuinfektionen gewesen.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Hospitalisierungsrate Covid-19 aktuell in Deutschland – Krankenhäuser und Intensivstationen

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag, 10.09.2021, mit 1,89 an (Vortag 1,79). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.
Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.
Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden derzeit vor allem ungeimpfte Menschen auf den Intensivstationen behandelt. Insgesamt werden (Stand Donnerstag, 09.09.2021, 12:15) derzeit 1395 Erwachsene und Kinder wegen COVID-19 intensivmedizinisch behandelt, das sind 7 Menschen mehr als am Vortag. Invasiv beatmet werden derzeit 733 Covid-19 Patientinnen und Patienten, das sind 10 Menschen mehr als am Vortag.

Corona-Zahlen weltweit: Tote und Infizierte laut Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 221 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,5 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 40.456.683 Infizierte und 652.654 Tote
  • Indien: 33.096.718 Infizierte und 441.411 Tote
  • Brasilien: 20.928.008 Infizierte und 584.421 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.030.681 Infizierte und 92.448 Tote.

Hospitalisierungsrate wird neuer wichtigster Corona-Richtwert

Die Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie orientieren sich künftig vor allem an der Zahl der Menschen, die wegen ihrer Infektion ins Krankenhaus kommen. Der Bundestag beschloss am Dienstag eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes, mit der die Hospitalisierungsrate zur wichtigsten Größe für die Maßnahmen der Länder zur Eindämmung der Pandemie wird. Beschlossen wurde zudem die Auskunftspflicht von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Heimen zu ihrem Impfstatus.
Die Neuregelungen wurden mit breiter Mehrheit im Bundestag angenommen. Konkret ist im neuen Infektionsschutzgesetz vorgesehen, dass die Zahl der Corona-bedingten Krankenhauseinweisungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen „wesentlicher Maßstab für die weitergehenden Schutzmaßnahmen“ wird.
Weitere Indikatoren „wie die unter infektionsepidemiologischen Aspekten differenzierte Anzahl der Neuinfektionen“, die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten und die Anzahl der geimpften Menschen sollen bei der Bewertung des Infektionsgeschehens berücksichtigt werden. Bundesweit einheitliche Werte soll es dafür nicht geben. Die Landesregierungen sollen selbst Schwellenwerte für die Hospitalisierungsrate festlegen.

Quarantäne für Ungeimpfte – Baden-Württemberg ersetzt Verdienstausfall bald nicht mehr

Ungeimpfte, die sich wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne begeben müssen, sollen ab dem 15.09. den Verdienstausfall nicht mehr vom Land ersetzt bekommen. Baden-Württemberg streicht diesen Anspruch auf Entschädigung für Ungeimpfte in der kommenden Woche.
Zuvor wurde der durch eine amtlich angeordnete Quarantäne verursachte Dienstausfall vom Staat entschädigt, so besagt es das Infektionsschutzgesetz. Der Anspruch kann laut diesem aber entfallen, wenn durch eine Schutzimpfung die Quarantäne hätte verhinder werden können. Neben Baden-Württemberg wollen auch Hessen und Rheinland-Pfalz die Entschädigungszahlungen streichen.

Montgomery für Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte

Im Kampf gegen die vierte Pandemie-Welle hat sich der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, für eine Verschärfung von Corona-Beschränkungen ausgesprochen. Es werde kaum reichen, die Impfquote durch mobile Angebote zu erhöhen.
„Um die vierte Welle zu brechen, bevor sie dramatisch wird, sollte man jetzt bundesweit überall dort, wo es möglich ist, eine 2G-Regel einführen“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dort, wo es nicht praktikabel wäre, Ungeimpfte auszuschließen, wie etwa im Öffentlichen Nahverkehr, müsse dann zumindest eine strengere 3G-Regel gelten.
„Ungeimpfte müssten dann einen aktuellen PCR-Tests vorweisen. Ein einfacher Schnelltest dürfte nicht mehr ausreichen“, sagte Montgomery. Eine solche erweiterte 2G-Regel könne der nötige Anreiz sein, sich impfen zu lassen.

Neue Virus-Variante My breitet sich weiter in Kolumbien aus

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) stuft die in Kolumbien aufgetretene Coronavirus-Variante My (nach dem Buchstaben M im griechischen Alphabet) als „potentiell besorgniserregend“ ein – trotz noch fehlender konkreter Daten. Zwar läge der Fokus weiter auf der Untersuchung der hochansteckenden Delta-Variante, doch auch andere Varianten würden weiterhin untersucht, darunter die My-Variante, sagte der Leiter der Impfstoffstrategie der EMA, Marco Cavaleri, am Donnerstag.
Die neue Virus-Variante könne eventuell immunevasive Merkmale aufweisen. Das bedeutet, Geimpfte und Genese könnten vor My nicht geschützt sein. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die My-Variante bereits als „Variante von Interesse“ eingestuft. In Kolumbien, wo My erstmals im Januar 2021 aufgetreten ist, und auch in und Ecuador gehen bereits 39 Prozent der Corona-Infektionsfälle auf die neue Virusvariante zurück; weltweit sind es nach Angaben der WHO unter 0,1 Prozent.
Derzeit stuft die WHO vier Corona-Varianten als „besorgniserregend“ ein, darunter die in 193 Ländern vertretene Alpha-Variante und die in 170 Ländern vertretende Delta-Variante, die besonders ansteckend ist und inzwischen auch in Deutschland vorherrscht. Fünf Varianten, darunter eben auch My, werden als „Varianten von Interesse" beobachtet.

Ab Samstag strengere Corona-Regeln in Dresden

Eine steigende Anzahl von Corona-Infektionen führt in Dresden erneut zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Schon zum Wochenende geht es damit los. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz in Dresden am Donnerstag am fünften Tag hintereinander den Wert von 35 überschritten hat, gelten dort ab Samstag wieder strengere Corona-Regeln.
Wer nicht geimpft oder nachweislich von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist, darf dann zum Beispiel nicht ohne einen negativen Test Kindergärten oder Schulen betreten, wie die Stadt mitteilte. Wer Kinder in die Einrichtungen bringt oder abholt, muss zwar keinen Test vorweisen, aber einen Mund-Nase-Schutz tragen.
Besonders in Alten- und Pflegeheimen, betreuten Wohngemeinschaften, Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen, Krankenhäusern und Rehakliniken gelten strenge Regeln. Dort müssen das Personal, die Bewohner und Besucher FFP2-Masken tragen, für Geimpfte und Genesene reicht eine OP-Maske. Die Zahl der Besucher kann reguliert werden und es muss eine Kontaktnachverfolgung möglich sein. Ein tagesaktueller, negativer Corona-Test ist für ungeimpfte Besucher Pflicht.
In weiten Bereichen wird die 3G-Regel angewandt, dass heißt, Geimpfte, Genesene und Getestete sind von Einschränkungen ausgenommen und können zum Beispiel Gaststätten besuchen oder an Kursen an Tanz- oder Volkshochschulen teilnehmen. Vielfach müssen die Anbieter von Dienstleistungen wieder die Kontaktdaten ihrer Kunden erfassen.
Bei Großveranstaltungen sollte dies durch personalisierte Tickets geschehen. Abhängig von der Kapazität des Veranstaltungsortes können Besucherzahlen begrenzt werden. Das gilt auch für Sportveranstaltungen.