In mehreren Bundesländern sind am Donnerstagmorgen die Notrufnummern 110 und 112 von Polizei und Feuerwehr ausgefallen. Warnmitteilungen gab es unter anderem aus Brandenburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt sowie für die Großstädte Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main.
Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz auf Twitter am Morgen mitteilte, könnte nur für die meisten Orte Entwarnung geben. Die Ursache für den Ausfall wird untersucht.

Strom und Telefonnetz in Köln lahmgelegt

In Köln wurde zunächst ein großflächiger Ausfall von Strom, Telefonnetz und Trinkwasser gemeldet. Um 06.20 Uhr wurde nur noch eine Störung des Notrufs mitgeteilt. Die Menschen wurden aufgefordert, sich in den Medien zu informieren, etwa über örtliche Radiosender. In Notfällen solle die 110 oder die 19222 gewählt werden.
In Frankfurt am Main hielt der Ausfall der Notrufnummer 112 zunächst an. Alternativ zur 112 sollten die Menschen in einem Notfall für Feuerwehr und Rettungsdienst die Nummer 069 212 723110 wählen.
In Baden-Württemberg fielen die Notrufe 110 und 112 aus, später wurde Entwarnung gegeben. Im gesamten Bundesland Sachsen-Anhalt fielen die Notrufnummern 112 und 110 sowie Behördenleitungen aus. In Nordrhein-Westfalen fiel der Notruf 112 in mehreren Städten aus. In Hessen waren vorübergehend der Landkreis und die Stadt Kassel betroffen, dort war der Notruf 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst wegen einer technischen Störung nicht zu erreichen.
In ganz Niedersachsen waren vorübergehend neben den Notrufnummern auch die Amtsleitungen der Polizei und von Krankenhäusern von dem Ausfall betroffen. Betroffen waren auch zahlreiche Landkreise im nördlichsten Bundesland Schleswig-Holstein. In den beiden Bundesländern wurde inzwischen Entwarnung gegeben.
Die Notrufnummer der Polizei (110) ist in Berlin nach bundesweiten Störungen wieder erreichbar. Für die Notrufnummer der Feuerwehr (112) gelte diese Entwarnung für Berlin noch nicht, teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstagmorgen mit. Im Notfall sei die Feuerwehr unter 030 387112 erreichbar, außerdem über die Nummern der einzelnen Standorte.
Auch für die Städte Hamburg, Lübeck, Regensburg, Kassel, Steinfurt und Mönchengladbach sowie Schwerin wurde später wieder Entwarnung gegeben.
Ein Nutzer auf Twitter postete die Landkarte der Warn-App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz. Dort ist zu erkennen, dass es einen flächendeckenden Ausfall gibt. Die Orte, die Rot markiert sind, sind vom Ausfall entweder ganz oder teilweise betroffen. Mittlerweile sind noch weitere Orte hinzugekommen, wie beispielsweise die Stadt Dresden.

Innenministerium: Ursache des Ausfalls unklar

Die Polizei in Berlin teilte mit, Bürgerinnen und Bürger in Not sollten sich an die örtlichen Polizeiabschnitte wenden oder das Bürgertelefon unter 030 46644664 anrufen. An einer Lösung werde mit Hochdruck gearbeitet. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.