Die Zahl der Borreliose-Fälle in Brandenburg wird am Jahresende voraussichtlich unter der von 2013 bleiben. Bis Anfang November wurden 1302 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Im gesamten Jahr 2013 seien es 1571 gewesen. Zwar könne noch keine genaue Jahresprognose gemacht werden, hieß es weiter. Weil die Zeckenaktivität bei niedrigen Temperaturen aber deutlich nachlasse, sei es wahrscheinlich, dass der Wert unter dem des Vorjahres bleiben wird.

Noch vor Monaten hatte das Ministerium mit Blick auf den milden Winter darauf hingewiesen, dass die Zecken ungewöhnlich früh aktiv waren. Die Erreger der Borreliose, die Borrelien-Bakterien, gelangen über Zecken in den Körper. Sie können dort Gelenk-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen auslösen.

Am stärksten waren bislang die Landkreise Potsdam-Mittelmark (152 Fälle), Oberhavel (136) und Barnim (132) betroffen. Am niedrigsten waren die Zahlen in Frankfurt (Oder) und im Landkreis Elbe-Elster mit jeweils 13 gemeldeten Borreliose-Fällen.

Die ebenfalls von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) trat in Brandenburg in diesem Jahr laut Ministerium bislang einmal auf. 2013 waren vier und 2012 zwei Fälle dieser Form von Hirnhautentzündung gemeldet worden. Brandenburg sei kein Risikogebiet für FSME - anders als Landkreise in Baden-Württemberg und Bayern sowie im südlichen Hessen und Thüringen.