Der Bauherr habe damit zunächst keine Möglichkeit zu baulichen Veränderungen an dem geplanten bundesweiten Neonazi-Treffpunkt, sei aber bereits in Widerspruch gegangen, berichtete die "Leipziger Volkszeitung" gestern.
Das Projekt sollte auf dem Grundstück eines früheren Gebäudes der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung entstehen. Die Planungen hatte der westfälische Verein "Gedächtnisstätte" übernommen, dessen Vorsitzende Ursula Haverbeck-Wetzel angeb lich enge Kontakte zur rechtsextremen Szene pflegt.
Die geplante Schaffung des Neonazi-Zentrums war wiederholt auf heftige Kritik gestoßen. Die Leipziger Extremismus-Expertin Monika Lazar warnte, dem Rechtsradikalismus mit dem Bau eine öffentliche Plattform zu geben. Ein bundesweites Zentrum würde die derzeit lose verknüpfte rechte Szene stärker vernetzen.
Im Mittelpunkt der Ausein andersetzungen steht bis heute die Errichtung eines zwölf Meter hohen Stahlkreuzes, das an deutsche Kriegsopfer erinnern soll. Es war von der Metallbaufirma des Bornaer Oberbürgermeisters Bernd Schröter (Wählervereinigung Bürger für Borna) produziert worden. Im Dezember 2005 hatten mehrere hundert Menschen gegen den Bau des Neonazi-Treffpunkts demonstriert, darunter der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo und der Leipziger Regierungspräsident Walter Christian Steinbach (beide CDU). (ddp/fm)