Ein feuchtes Frühjahr wäre die beste Voraussetzung, dass es diesmal nicht so schlimm wird“, sagte Thomas Rother vom Staatsbetrieb Sachsenforst im Gespräch.

Hochrechnungen zufolge sind in der Saison 2008/2009 allein im Staatswald 150 000 Kubikmeter Borkenkäferholz angefallen. Zum Vergleich: Im extremen Trockenjahr 2003 waren es nur 125 000 Kubikmeter. „Etwa ab April werden die Borkenkäfer wieder aktiv“, sagte Rother. Bei einer Durchschnittstemperatur von 15 bis 16 Grad beginnen sie auszuschwärmen. Die Revierförster müssten besonders wachsam sein, um so früh wie möglich einen Befall zu erkennen. „Die Bäume müssen dann so schnell wie möglich gefällt und aus dem Wald gebracht werden“, erläuterte Rother. Um zu messen, wie sich die Population entwickelt, stellen die Förster derzeit landesweit sogenannte Pheromonfallen auf. „Die enthalten einen Sexuallockstoff, der die Käfer anzieht“, erläuterte Rother. Anhand der Menge der gefangenen Tiere lasse sich dann hochrechnen, wie groß die Population ist. Mit den Fallen selbst ließen sich die Käfer aber nicht ausmerzen. Auch der Einsatz von Insektiziden komme nicht infrage, zu groß seien die Nebenwirkungen.

Um Borkenkäfern – vor allem Buchdrucker und Kupferstecher – das Leben so schwer wie möglich zu machen, werden in Sachsens Wäldern vermehrt widerstandsfähige Baumarten gepflanzt. Das sind Eiche, Hainbuche und Linde im Tief- und Hügelland sowie Weißbuche, Rotbuche und Bergahorn. dpa/mb