Rund zwei Stunden blieb am Freitagvormittag eine Hauptverkehrsroute in der Nähe des Cottbuser Bahnhofs gesperrt. Grund war die Entschärfung einer Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Verkehr staute sich.

Bei der Bombe handelte es sich laut Kampfmittelbeseitigungsdienst um eine deutsche Flüssigkeitsbrandbombe, die mit einem russischen Aufschlagzünder versehen war. Das Kriegsgerät war bereits am Donnerstagabend bei Abrissarbeiten in der Wernerstraße neben dem früheren Logenhaus freigelegt worden. Die Entschärfung war von den Behörden bewusst auf den Freitagvormittag verlegt worden. Für die gefährlichen Arbeiten mussten rund 300 Anwohner der Wernerstraße ihre Wohnungen verlassen.

Die Munitionsfachmänner entdeckten bei der Untersuchung des Fundortes darüber hinaus menschliche Überreste - darunter eine Schädeldecke. Dabei soll es sich um einen Kriegstoten handeln. Seine Gebeine wurden gesichert und der Kriegsgräberfürsorge übergeben. Lokales Seite 15