Der Schienenfahrzeughersteller Bombardier streicht an seinem größten deutschen Standort im brandenburgischen Hennigsdorf 270 Stellen. Die Arbeitsplätze sollen bis Ende 2017 sozialverträglich wegfallen, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag nach einer Betriebsversammlung sagte. Unter den Betroffenen seien demnach 70 Leiharbeiter. „Wir führen intensive Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung. Wir denken dabei an Sozialpläne.“

Zuvor hatten RBB und „Berliner Zeitung“ über die Streichungen berichtet. Am Freitagmorgen hatte das Unternehmen die Beschäftigten in Hennigsdorf (Oberhavel) über seine Pläne informiert. Dort arbeiten mehr als 2800 Menschen.

In der vergangenen Woche hatte Bombardier Transportation angekündigt, dass in den deutschen Werken 1430 der 10 500 Mitarbeiter gehen müssen. Bereits am Donnerstag war dann bekanntgeworden, dass das Unternehmen an seinen sächsischen Standorten in Bautzen und Görlitz insgesamt 930 Arbeitsplätze streichen will. Insgesamt unterhält Bombardier sieben Produktions- und Konstruktionsstandorte deutschlandweit.