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| 02:38 Uhr

Bombardier hält an Deutschland fest

Berlin. In Berlin haben am Montag Wirtschaftsminister Gabriel sowie die Ministerpräsidenten Woidke und Tillich für die Zukunft von Bombardier in Deutschland gekämpft. Der Bahntechnik-Hersteller will Jobs abbauen, vielleicht sogar ganze Standorte dicht machen. dpa/bl

Der Bahntechnikhersteller Bombardier Transportation will in Deutschland weiterhin Produkte nicht nur entwickeln, sondern auch bauen. "Deutschland wird für Bombardier auch in der Zukunft nicht nur ein entscheidender Standort für die Entwicklung, sondern auch für die Produktion und Wartung von Bahntechnik bleiben", versicherte Deutschlandchef Michael Fohrer am Montag. "Der Standort Deutschland spielt daher eine zentrale Rolle in unserer langfristigen Strategie." Das Unternehmen reagierte damit auf Medienberichte, wonach es Pläne gibt, die deutschen Produktionsstandorte aufzugeben.

Am Montagnachmittag gab es zur Zukunft der deutschen Bombardier-Standorte ein Treffen des Präsidenten von Bombardier Transportation, Laurent Troger, mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). "Die Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland ist ein wichtiges Anliegen des Bundeswirtschaftsministers", hieß es dazu aus dem Ministerium. An dem Treffen nahmen auch die Ministerpräsidenten Brandenburgs und Sachsens, Dietmar Woidke (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU), teil. In Brandenburg und Sachsen liegen mit Hennigsdorf bei Berlin und Görlitz sowie Bautzen in der Lausitz die größten Bombardier-Standorte in Deutschland.

Bombardier Transportation mit seiner Zentrale in Berlin ist die Zugsparte des kanadischen Flugzeug- und Bahnkonzerns Bombardier. Sie hat weltweit 40 000 Beschäftigte, davon rund 8500 in Deutschland. Bei der laufenden Umstrukturierung sollen bis Ende 2018 weltweit rund 5000 Arbeitsplätze wegfallen.

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