1989 kam der jetzige SPD-Vorsitzende Sachsens in die Politik. Im vergangenen November wurde er mit 89,1 Prozent im Amt des Parteichefs bestätigt. Bei seiner Wahl zum Spitzenkandidaten für die kommende Landtagswahl konnte Sachsens Wirtschaftsminister dieses Ergebnis noch toppen, blieb aber bei seiner Lieblingszahl - er erhielt 89,9 Prozent der Stimmen. Der 46-Jährige will und soll die Partei weiter fit machen, damit sie auch nach der Landtagswahl am 30. August Regierungsverantwortung tragen kann. SPD-Chef wurde Jurk erstmals ausgerechnet in jenem Jahr, als seine Partei bei der Landtagswahl 2004 mit 9,8 Prozent das schlechteste Ergebnis bei einer Parlamentswahl einfuhr. Da die CDU jedoch damals die absolute Mehrheit verlor, konnten die von ihm seit Monaten amtierend geführten Sozialdemokraten die Oppositionsbänke verlassen und zwei Minister stellen. Jurk ist seither Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident der CDU/SPD-Koalition. Jurk kam erst im Wende-Herbst 1989 in die Politik, als er in die SPD eintrat. Ein Jahr später zog er als Abgeordneter in den Landtag ein. Von 1994 bis 1999 war der Vize-Fraktionschef, bis 2004 leitete er schließlich die Fraktion. Der gelernte Funkmechaniker aus der Oberlausitz gilt als bodenständig und stellt im Fall der Fälle auch seine technischen Kenntnisse hilfsbereit unter Beweis. dpa/mb